Netflix übernimmt InterPositive, ein 2022 gegründetes KI-Unternehmen für Filmproduktion – und das für bis zu 600 Millionen Dollar. Hinter dem Deal steckt mehr als ein technisches Upgrade: Der Streaming-Konzern setzt gezielt auf spezialisierte Zukäufe statt auf milliardenschwere Studiofusionen.

Der InterPositive-Deal im Überblick

InterPositive wurde von Ben Affleck mitgegründet und entwickelt KI-Werkzeuge zur Wahrung visueller Konsistenz in Großproduktionen – etwa bei Beleuchtung und Einstellungskontinuität. Laut Bloomberg setzt sich der Kaufpreis aus einer initialen Barzahlung und erfolgsabhängigen Nachzahlungen zusammen.

Der Zukauf passt zur jüngsten Strategie von Netflix, eigene Technologieinfrastruktur aufzubauen. Zuletzt hatte das Unternehmen eine eigene Werbetechnologieplattform entwickelt und lokale Produktionsstrukturen in Europa und Indien ausgebaut.

Rückzug aus dem Warner-Bros.-Bieterrennen

Parallel dazu zog sich Netflix aus den Übernahmegesprächen um Warner Bros. Discovery zurück. Paramount Skydance hatte 31 Dollar je Aktie geboten – ein Preis, den Netflix nicht mitgehen wollte. Statt einer 83-Milliarden-Dollar-Transaktion mit entsprechender Schuldenlast kassierte Netflix eine Ausstiegsprämie von 2,8 Milliarden Dollar. Das Management begründete den Rückzug mit finanzieller Disziplin und dem Fokus auf margenstarkes organisches Wachstum.

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Zahlen, Ausblick und Kursreaktion

Im vierten Quartal 2025 erzielte Netflix einen Umsatz von 12,05 Milliarden Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 11,97 Milliarden Dollar leicht. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,56 Dollar, minimal über den erwarteten 0,55 Dollar.

Für das erste Quartal 2026 peilt das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 0,76 Dollar an. Der Jahresumsatz 2026 soll zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar liegen – ein Wachstum von 12 bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Marktreaktion auf die jüngsten Meldungen fiel verhalten aus: Die Aktie verlor am Mittwoch rund 2,1 Prozent auf 94,89 Dollar. Die Bank of America bestätigte zwar ihr „Buy"-Rating, senkte das Kursziel jedoch auf 125 Dollar – mit Verweis auf Bewertungsdisziplin nach der vorangegangenen Rally.

Programm-Highlights und Live-Sport

Inhaltlich setzt Netflix im März auf zugkräftige Titel: Die zweite Staffel der Realverfilmung von „One Piece" sowie „Peaky Blinders: The Immortal Man" stehen auf dem Programm. Am 25. März überträgt die Plattform zudem live das Saisoneröffnungsspiel der MLB zwischen den Yankees und den Giants – ein weiterer Schritt in Richtung Live-Sport-Angebot.

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