European Lithium stellt sich diese Woche breiter auf. Das Unternehmen will per Aktien-Deal den US-Konzern Velta Holding übernehmen und damit neben Lithium auch ins Titangeschäft einsteigen. Parallel hat European Lithium durch den Teilverkauf der Beteiligung an Critical Metals Corp viel Geld eingesammelt – und damit die Finanzkraft deutlich erhöht.

Worauf kommt es jetzt an: Wird aus dem geplanten Titanium-Einstieg ein zweites Standbein oder bleibt es vorerst eine Baustelle im Genehmigungs- und Closing-Prozess?

Die wichtigsten Punkte in Kürze:
- Bindender Vertrag zur Übernahme von Velta Holding (100%) gegen 173 Mio. neue Aktien
- Deal-Bewertung auf Basis des damaligen Kurses: rund 49,3 Mio. AUD
- Teilverkauf von 5 Mio. CRML-Aktien brachte netto ca. 124 Mio. AUD
- Kassenbestand danach: rund 322 Mio. AUD
- Beteiligung an CRML bleibt groß: über 48 Mio. Aktien

Einstieg in Titan: Velta-Deal im Überblick

European Lithium hat am Dienstag einen bindenden Vertrag zum Erwerb von 100% an Velta Holding bestätigt. Velta hat seinen Sitz in den USA, hält aber laut Mitteilung wesentliche Titanabbau- und Verarbeitungsanlagen in der Ukraine, darunter den Birzulivskyi-Minenkomplex.

Bezahlt werden soll vollständig in Aktien: European Lithium will 173 Millionen voll eingezahlte Stammaktien an die Velta-Aktionäre ausgeben. Auf Basis des Kurses zum Zeitpunkt der Ankündigung (rund 0,285 AUD) ergibt sich eine implizite Bewertung von etwa 49,3 Mio. AUD.

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Als Begründung nennt das Unternehmen den unmittelbaren Zugang zum Titanmarkt. Titan gilt als wichtiger Rohstoff unter anderem für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Zudem soll die zusätzliche Rohstoffsäule helfen, Abhängigkeiten vom volatilen Lithiumsegment zu reduzieren.

124 Mio. AUD frisches Geld – Cashbestand steigt auf 322 Mio. AUD

Schon zuvor hatte European Lithium die Bilanz spürbar aufgepolstert: Am 20. Januar wurde der strategische Verkauf von 5 Millionen Aktien an der Tochter bzw. Beteiligung Critical Metals Corp (CRML) abgeschlossen. Netto flossen laut Angaben rund 124 Mio. AUD zu.

Damit kletterten die gesamten Cashreserven auf etwa 322 Mio. AUD. Gleichzeitig bleibt European Lithium größter Aktionär von CRML und hält weiter über 48 Millionen Aktien. So bleibt auch die wirtschaftliche Anbindung an das Tanbreez-Rare-Earth-Projekt in Grönland sowie das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich bestehen.

Kursreaktion und Wolfsberg als Hintergrundthema

An der Börse verlief die Woche unruhig. Nachdem die Aktie zuvor noch nahe 0,30 AUD gehandelt wurde, stand sie zuletzt unter Druck und schloss am Donnerstag bei 0,255 AUD.

Auf Ebene von CRML meldete das Unternehmen am Dienstag zudem den Einsatz eines „Nexus 20“-Systems für autonome Kommunikation und Drohnen am Tanbreez-Projekt, um Sicherheit und Exploration effizienter zu machen.

Wichtig bleibt auch Wolfsberg: Im Dezember hatte das österreichische Bundesverwaltungsgericht eine konkrete Genehmigung aufgehoben – es ging um eine Ausnahme von einer vollständigen Umweltverträglichkeitsprüfung. Dadurch muss die regionale Behörde neu prüfen. European Lithium verweist darauf, dass die Grundlagen des Projekts intakt seien, der regulatorische Schritt bleibt aber ein relevanter Faktor im Hintergrund.

Als nächste konkrete Meilensteine nennt das Unternehmen den Abschluss der Due Diligence und ausstehenden Genehmigungen für den Velta-Deal sowie Updates zum Zeitplan des neuen UVP-Prozesses für Wolfsberg.

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