Netflix steht unter Druck. Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery für 82,7 Milliarden Dollar gerät zunehmend ins Visier der US-Wettbewerbsbehörden. Die Aktie notiert aktuell bei rund 82,20 Dollar – knapp 39 Prozent unter dem Höchststand von Mitte 2025. Doch nicht nur die Regulierer machen dem Streaming-Riesen das Leben schwer. Paramount hat einen konkurrierenden Übernahmevorschlag auf den Tisch gelegt, der deutlich höher bewertet ist.

Kartellamt ermittelt

Das US-Justizministerium (DOJ) hat eine formelle Kartelluntersuchung eingeleitet. Laut jüngsten Berichten wurden Vorladungen an Wettbewerber verschickt. Die Behörde will klären, ob Netflix durch den Zusammenschluss „wettbewerbswidriges Verhalten" an den Tag legen könnte. Ein kombiniertes Unternehmen würde HBO, die Warner Bros. Studios und Netflix unter einem Dach vereinen – eine Marktmacht, die erhebliche Teile des globalen Streaming-Marktes kontrollieren könnte.

Parallel dazu befasst sich ein Unterausschuss des Senats mit der Transaktion. In kürzlich abgehaltenen Anhörungen wurden Bedenken zur Marktkonzentration geäußert. Die politische Dimension verstärkt den regulatorischen Gegenwind.

Paramount kontert mit höherem Gebot

Während Netflix auf die behördliche Freigabe wartet, hat Paramount Skydance ein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery vorgelegt – und zwar in Höhe von rund 108 Milliarden Dollar (30 Dollar je Aktie) in bar. Das ist deutlich mehr als der Netflix-Deal.

Paramount nutzt die Unsicherheit geschickt aus. Das Unternehmen drängt auf eine beschleunigte kartellrechtliche Prüfung des eigenen Angebots und hofft, binnen Wochen grünes Licht zu bekommen. Die Strategie ist klar: Paramount will sich als finanziell attraktivere und regulatorisch unkompliziertere Alternative positionieren.

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Solide Geschäftszahlen, nervöser Markt

Fundamental steht Netflix weiterhin stark da. 2025 erwirtschaftete der Konzern rund 45 Milliarden Dollar Umsatz bei einer globalen Abonnentenbasis von 325 Millionen Nutzern. Für 2026 strebt das Management eine operative Marge von 31,5 Prozent an, nach 29,5 Prozent im Vorjahr. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 31,6.

Dennoch hat die Aktie in den vergangenen 30 Tagen knapp 9,4 Prozent verloren. Anleger preisen offenbar ein erhöhtes Risiko ein, dass der Deal scheitern oder zumindest erheblich verzögert werden könnte.

Wichtigste Eckdaten:

  • Aktueller Aktienkurs: ~82,20 Dollar
  • Netflix-Gebot für WBD: 82,7 Milliarden Dollar
  • Paramount-Gegenangebot: ~108 Milliarden Dollar
  • Status: Laufende DOJ-Kartelluntersuchung, Senatsanhörungen
  • Umsatz 2025: ~45 Milliarden Dollar

Im März soll die Aktionärsabstimmung über den Netflix-Deal stattfinden – vorausgesetzt, die regulatorische Lage verschärft sich nicht weiter. Bis dahin dürfte die Unsicherheit anhalten.

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