Danaher setzt auf Expansion im Gesundheitssektor und übernimmt den Medizintechnik-Spezialisten Masimo für rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Durch den Zukauf will der Konzern seine Position in der medizinischen Diagnostik stärken und das Portfolio um Technologien zur Patientenüberwachung erweitern. Marktbeobachter bewerten den Schritt als strategisch konsequent, blicken aber auch auf die Herausforderungen der Integration.

Strategische Stärkung der Diagnostik-Sparte

Danaher bietet 180 US-Dollar je Aktie in bar, was einen deutlichen Aufschlag zum jüngsten Kursniveau von Masimo darstellt. Das Ziel der Übernahme ist die Integration von Masimos Expertise in der Pulsoximetrie und der nicht-invasiven Überwachung in Danahers bestehendes Diagnostik-Segment. Dort soll das Unternehmen künftig als eigenständige Einheit neben Marken wie Radiometer oder Beckman Coulter agieren.

Die Kombination aus Labordiagnostik und Echtzeitdaten direkt am Patientenbett soll Danaher einen Wettbewerbsvorteil in der Akutversorgung verschaffen. Das Management verspricht sich davon eine Beschleunigung des organischen Umsatzwachstums im gesamten Diagnostik-Bereich.

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Synergien und finanzielle Ziele

Das Management erwartet durch den Zusammenschluss erhebliche Effizienzgewinne. Bis zum fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion sollen jährliche Kostensynergien von über 125 Millionen US-Dollar realisiert werden. Zudem wird für das Jahr 2027 ein operatives Ergebnis (EBITDA) von mehr als 530 Millionen US-Dollar für Masimo angestrebt.

Für Danaher-Aktionäre könnte sich der Deal bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss positiv bemerkbar machen. Das Unternehmen prognostiziert einen Zuwachs beim bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,15 und 0,20 US-Dollar, der bis zum fünften Jahr auf rund 0,70 US-Dollar ansteigen soll.

Reaktion am Aktienmarkt

Anleger reagierten auf die Nachricht zunächst zurückhaltend, was sich in einem leichten Kursrückgang widerspiegelte. Mit einem aktuellen Kurs von 176,14 Euro notiert die Aktie derzeit rund 15 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Januar. Die Marktteilnehmer scheinen derzeit abzuwägen, wie schnell die angekündigten Synergien die hohen Akquisitionskosten, die teils durch neue Schulden finanziert werden, kompensieren können.

Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, sofern die Aktionäre von Masimo und die zuständigen Regulierungsbehörden zustimmen. Bis dahin wird der Fokus der Investoren vor allem auf weiteren Details zur geplanten Finanzierungsstruktur und den Integrationsschritten liegen.

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