Der geplante Mega-Deal mit Warner Bros. Discovery droht zum Spießrutenlauf zu werden. Sowohl das US-Justizministerium als auch führende Politiker erhöhen massiv den Druck auf den Streaming-Giganten. Steht die 82,7-Milliarden-Dollar-Übernahme jetzt ernsthaft auf der Kippe?

Kartellwächter schalten sich ein

Wie das Wall Street Journal am Freitag berichtete, hat das US-Justizministerium (DOJ) eine Untersuchung der Geschäftspraktiken von Netflix eingeleitet. Die Behörden prüfen, ob die geplante Fusion wettbewerbswidrige Taktiken beinhaltet. Im Fokus steht der Verdacht auf „ausschließendes Verhalten“.

Die Ermittler haben bereits eine zivilrechtliche Vorladung an mindestens ein weiteres Unterhaltungsunternehmen verschickt, um detaillierte Informationen zu sammeln. Ziel ist es festzustellen, ob die Integration von Warner Bros. Discovery – inklusive HBO, DC Studios und der Harry-Potter-Marke – den Wettbewerb im Streaming- und Studiosektor unfair unterdrücken würde. Netflix argumentierte bislang, dass es durch Plattformen wie YouTube genügend Konkurrenz gäbe und verwies auf eine hohe Überschneidung der Abonnenten mit HBO Max.

Politik fordert Garantien

Gleichzeitig formiert sich Widerstand im Kapitol. Die Abgeordnete Laura Friedman und Senator Adam Schiff forderten in einem formellen Brief an die Netflix-Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters konkrete Garantien für die Arbeitsplatzsicherheit. Hintergrund ist der drastische Rückgang der lokalen Filmproduktionen in Los Angeles um über 13 Prozent im dritten Quartal 2025.

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Da Netflix durch die Fusion Kostensynergien von zwei bis drei Milliarden Dollar anstrebt, befürchtet die Politik einen weiteren Stellenabbau in der Branche, die bereits 42.000 Jobs in der Region verloren hat. Der Konzern ist aufgefordert, bis zum 15. Februar 2026 Stellung zu beziehen.

Kursreaktion und operative Lage

Trotz der regulatorischen Gewitterwolken reagierte die Aktie zum Wochenausklang relativ gelassen. Das Papier schloss am Freitag bei 81,43 USD (+0,7 Prozent). Dennoch notiert der Titel deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 134,09 USD aus dem Juli 2025.

Operativ treibt das Management die Internationalisierung voran, um der Sättigung im Heimatmarkt entgegenzuwirken. Co-CEO Greg Peters eröffnete kürzlich ein neues Lateinamerika-Hauptquartier in São Paulo. Inhaltlich konnte der neue Thriller The Rip zwar starke Abrufzahlen generieren, verfehlte jedoch die Rekordwerte des Sommer-Hits Happy Gilmore 2.

Für Anleger liegt der Fokus nun auf dem 15. Februar. Die Antwort an den Kongress und der weitere Verlauf der DOJ-Ermittlungen werden maßgeblich bestimmen, ob der Zeitplan für die Integration von Warner Bros. Discovery gehalten werden kann oder ob der Konzern schmerzhafte Zugeständnisse machen muss.

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