Die Snap-Aktie steht massiv unter Druck. Der Titel ist auf 5,12 Dollar abgestürzt – nur wenige Cent über dem 52-Wochen-Tief von 5,10 Dollar. Innerhalb einer Woche brach der Kurs um 26 Prozent ein, auf Jahressicht summiert sich das Minus sogar auf 52 Prozent. Mehrere Investmentbanken haben nun ihre Kursziele gesenkt, nachdem das Unternehmen zwar im vierten Quartal 2025 die Erwartungen übertroffen hatte, die Prognose für das laufende Quartal aber enttäuschte.

Zahlen überzeugten nur oberflächlich

Cantor Fitzgerald reduzierte das Kursziel von 9 auf 7 Dollar und bestätigte das Neutral-Rating. TD Cowen senkte das Ziel von 9 auf 8 Dollar bei gleichfalls neutraler Einschätzung. Die Analysten verweisen auf die Quartalszahlen: Der Umsatz stieg im Schlussquartal 2025 um 10 Prozent auf 1,50 bis 1,53 Milliarden Dollar und übertraf die Konsensprognosen um ein Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) lag mit 358 Millionen Dollar sogar 18 Prozent über den Erwartungen – vor allem dank Kostensenkungen bei Marketing und Infrastruktur.

Doch die täglich aktiven Nutzer (DAUs) verfehlten die Prognosen, weil Snap weniger Geld für Nutzerakquise ausgab. Besonders schmerzhaft: In Nordamerika verlor das Unternehmen 3,3 Millionen Nutzer im Quartalsvergleich – der stärkste Rückgang in der Unternehmensgeschichte.

Perplexity-Deal bleibt Unbekannte

Für das erste Quartal 2026 stellte Snap Erlöse von 1,50 bis 1,53 Milliarden Dollar in Aussicht. Am oberen Ende würde dies eine leichte Beschleunigung bedeuten, doch die Guidance lag ein Prozent unter den Markterwartungen. Erschwerend kommt hinzu: Das Management erwartet nun keinen Beitrag mehr aus der angekündigten Partnerschaft mit dem KI-Suchunternehmen Perplexity im laufenden Quartal. Die Konditionen des Deals stehen weiter aus.

Stifel stufte Snap von "Sell" auf "Hold" hoch und behielt das Kursziel von 5,50 Dollar bei. Die Analysten begründen dies mit dem drastischen Kursverfall. Das Chance-Risiko-Profil sei nun ausgewogener, auch wenn die schwindende Nutzerbasis in Nordamerika und das schwache Anzeigenwachstum besorgniserregend bleiben. Sollte der Perplexity-Deal zustande kommen, könnte er laut Stifel rund 400 Millionen Dollar zusätzliche Erlöse bringen und die Stimmung aufhellen.

Lichtblicke im Abo-Geschäft

Trotz aller Probleme gab es auch positive Signale. Die Zahl der aktiven Werbekunden stieg im vierten Quartal 2025 um 28 Prozent – getrieben durch kleine und mittlere Unternehmen. Das "Other Revenue"-Segment, hauptsächlich der Snap+-Abo-Service, legte um 62 Prozent zu. Auf Jahressicht erzielte Snap einen Umsatz von 5,93 Milliarden Dollar (plus 10,63 Prozent).

Das Unternehmen bleibt aber unrentabel: Der Nettoverlust der vergangenen zwölf Monate lag bei 460,49 Millionen Dollar. Analysten erwarten allerdings, dass Snap 2026 erstmals profitabel wird, mit einem geschätzten Gewinn je Aktie von 0,44 Dollar für das Geschäftsjahr 2026 und einem prognostizierten Umsatzwachstum von etwa 13 Prozent.

Cantor Fitzgerald hob seine EBITDA-Prognose für 2027 um 16 Prozent an, ließ die Umsatzschätzungen aber unverändert. Die Unsicherheit über das weitere Umsatzwachstum bleibt bestehen – trotz des ermutigenden Abo-Geschäfts. Für Anleger dürfte entscheidend sein, ob Snap den Nutzerschwund stoppen und die Monetarisierung weiter verbessern kann.

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