Netflix Aktie: 2,8 Milliarden kassiert
Netflix zieht sich aus dem Bieterkampf um Warner Bros. Discovery zurück – und kassiert dafür eine satte Entschädigung. Am Freitag bestätigte der Streaming-Riese den Erhalt einer Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar, nachdem Warner Bros. Discovery den geplanten Zusammenschluss mit Netflix beendete, um stattdessen mit Paramount Skydance zu fusionieren.
Die Vorgeschichte: Warner Bros. hatte Netflix am 26. Februar 2026 informiert, dass das nachgebesserte Angebot von Paramount Skydance als "überlegen" eingestuft wurde. Netflix verzichtete darauf, während der viertägigen Nachverhandlungsfrist ein Gegenangebot vorzulegen. Am 27. Februar wurde der Merger-Vertrag offiziell aufgelöst – und Paramount überwies prompt die vereinbarte Ablösesumme an Netflix.
Anleger jubeln über den Rückzieher
Die Börse feierte den Ausstieg mit einem Kurssprung von 8,5 Prozent auf 91,80 Dollar. Damit setzt die Netflix-Aktie ihre Erholung fort, nachdem sie seit Herbst 2025 – als erste Übernahmegerüchte aufkamen – deutlich unter Druck geraten war.
Analysten zeigen sich erleichtert. James Heaney von Jefferies traut Netflix auch ohne Warner-Zukauf bis 2030 jährliche Umsatzsteigerungen von mindestens 10 Prozent und Gewinnsprünge von über 20 Prozent zu. Markus Leistner von der DZ Bank betonte, dass die Milliardenzahlung den Rückzug erheblich versüße – zumal Netflix nun sein Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen will.
Warum Netflix ausgestiegen ist
Paramount hatte sein Gebot für Warner Bros. Discovery von 30 auf 31 Dollar je Aktie erhöht – insgesamt rund 111 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern inklusive TV-Sparte. Netflix hätte ursprünglich knapp 83 Milliarden Dollar nur für das Studio- und Streaming-Geschäft geboten, während die TV-Sender abgespalten werden sollten.
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Doch Netflix machte deutlich: Ein weiteres Überbieten wäre finanziell nicht mehr attraktiv gewesen. Mit der Entscheidung demonstriert Co-Chef Ted Sarandos Disziplin – statt sich in einen kostspieligen Bieterwettlauf zu stürzen, nimmt das Unternehmen lieber die Entschädigung mit und konzentriert sich auf organisches Wachstum.
Was kommt jetzt?
UBS-Analyst John Hodulik geht davon aus, dass sich Investoren nun wieder auf die starken Wachstumsaussichten und die historisch attraktive Bewertung von Netflix fokussieren werden. Das Unternehmen kündigte an, weiterhin massiv in hochwertige Eigenproduktionen zu investieren.
Allerdings ist der Paramount-Deal mit Warner noch nicht in trockenen Tüchern: Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte bereits vor einer gründlichen Wettbewerbsprüfung. Auch die Kartellbehörden in Washington werden die Fusion unter die Lupe nehmen. Sollte der Deal scheitern, müsste Paramount 7 Milliarden Dollar Vertragsstrafe zahlen.
Für Netflix bedeutet der Ausstieg vor allem eines: 2,8 Milliarden Dollar zusätzliche Liquidität, keine Integrationsrisiken und freie Bahn für die Fortsetzung der erfolgreichen Streaming-Strategie.
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