Nel ASA Aktie: Jahr der Entscheidung
Die Nel ASA Aktie notiert weiterhin auf historischen Tiefständen. Während der norwegische Wasserstoff-Spezialist alles auf eine neue Technologie-Karte setzt, bricht das Orderbuch weg. Für Anleger stellt sich im entscheidenden Jahr 2026 die Frage: Gelingt der operative Turnaround oder setzt sich die Talfahrt fort?
Mit einem Kurs um 2,26 NOK bewegt sich das Papier in einer engen Spanne und zeigt kaum Lebenszeichen. Die Bilanz der letzten zwölf Monate ist ernüchternd: Während der breite Markt zulegte, verlor die Nel-Aktie rund 20 Prozent an Wert. Vom Hype-Hoch des Jahres 2021 ist das Papier mittlerweile über 93 Prozent entfernt. Besonders auffällig ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,87. Der Markt bewertet das Unternehmen aktuell niedriger als das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital – ein klares Indiz für das tiefe Misstrauen der Investoren bezüglich der kurzfristigen Aussichten.
Alarmierender Rückgang im Kerngeschäft
Hauptverantwortlich für die schlechte Stimmung ist der Einbruch beim Auftragsbestand. Dieser halbierte sich im Jahresvergleich beinahe auf 984 Millionen NOK. Ein solcher Rückgang schränkt die Umsatzsichtbarkeit massiv ein und belastet das Vertrauen institutioneller Anleger schwer.
Die operativen Konsequenzen sind bereits sichtbar. Anfang 2025 musste Nel die Belegschaft um etwa 20 Prozent reduzieren und die Produktion im Werk Herøya für bestimmte Elektrolyseure vorübergehend stoppen. Das Management sieht sich inzwischen sogar gezwungen, Ausrüstung von Projekten zurückzuholen, bei denen Kunden mit Zahlungen in Rückstand geraten sind.
Strategische Wette auf die Zukunft
Trotz der operativen Krise investiert Nel in die Flucht nach vorn. Im Dezember gab der Vorstand grünes Licht für die Industrialisierung der "Next-Generation Pressurized Alkaline"-Plattform. Unterstützt durch Zusagen von bis zu 135 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds soll diese Technologie die Wasserstoffgestehungskosten signifikant senken.
Das Unternehmen plant Investitionen von rund 300 Millionen NOK für eine Anfangskapazität von einem Gigawatt. Der kommerzielle Start ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen, industrielle Auslieferungen sollen ab 2027 erfolgen. An der Börse sorgte diese Ankündigung jedoch nur für ein kurzes Strohfeuer, das schnell wieder verpuffte.
Lichtblicke und Analystenskepsis
Trotz des schwierigen Umfelds konnte Nel im November 2025 einen wichtigen Erfolg verbuchen: Ein Auftrag über mehr als 50 Millionen US-Dollar für PEM-Elektrolyseure markiert den zweitgrößten Deal der Firmengeschichte. Zudem könnte die Inbetriebnahme einer Wasserstoffanlage durch Samsung E&A neue Vertriebskanäle öffnen.
Analysten bleiben dennoch überwiegend pessimistisch. Der Konsens tendiert zu "Verkaufen" oder "Untergewichten", mit einem durchschnittlichen Kursziel von 2,22 NOK. Die Bandbreite der Schätzungen reicht bis hinab zu 1,20 NOK, was die Unsicherheit über die Exekutionsfähigkeit des Managements unterstreicht.
Ob die neuen Strategien und Partnerschaften den Wegfall alter Aufträge kompensieren können, wird sich bald konkretisieren. Am 26. Februar 2026 legt Nel die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Dieser Termin wird entscheidende Einblicke in den Fortschritt der Industrialisierung und die tatsächliche Entwicklung der Ertragslage liefern.
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