Nel ASA Aktie: Rekordverlust trifft Auftragsboom
Die jüngsten Jahreszahlen des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten Nel ASA gleichen einem Wechselbad der Gefühle. Während das Unternehmen den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte ausweist, füllen sich die Auftragsbücher in einem selten gesehenen Tempo. Anleger stehen vor der Frage: Wie schwer wiegen die tiefroten Finanzkennzahlen gegenüber der neu entfachten Wachstumsdynamik?
Einbruch bei Umsatz und Ergebnis
Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 fällt auf den ersten Blick ernüchternd aus. Der Jahresumsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 963 Millionen NOK. Auch das vierte Quartal bestätigte diesen Abwärtstrend mit einem Rückgang der Erlöse um rund 21 Prozent auf 330 Millionen NOK.
Besonders drastisch stellt sich die Gewinnsituation dar. Im Schlussquartal 2025 verbuchte Nel einen massiven Nettoverlust von 870 Millionen NOK. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 64 Millionen NOK. Dieser Einbruch resultiert primär aus hohen Abschreibungen.
Teure Altlasten und Strategiewechsel
Verantwortlich für das tiefrote Ergebnis sind nicht-zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 799 Millionen NOK. Diese entfallen zu großen Teilen auf Goodwill im PEM-Segment sowie auf Produktionsanlagen für die erste Generation der Alkali-Elektrolyseure am Standort Herøya.
Diese buchhalterischen Maßnahmen spiegeln einen harten strategischen Schnitt wider. Das Management verabschiedet sich von veralteten Technologien und richtet den Fokus auf die nächste Plattform-Generation. Die Industrialisierung der neuen „Next Generation Pressurized Alkaline“-Technologie in Herøya wurde bereits beschlossen und wird durch den EU-Innovationsfonds gefördert.
Lichtblick Auftragseingang
Im scharfen Kontrast zu den Verlusten steht die kommerzielle Entwicklung. Der Auftragseingang explodierte im vierten Quartal förmlich und stieg um 364 Prozent auf 686 Millionen NOK. Dies markiert das zweitbeste Quartal in der Unternehmenshistorie.
Treibende Kraft war unter anderem ein Großauftrag von HYDS über 40 MW. Der gesamte Auftragsbestand wuchs auf 1,3 Milliarden NOK an, wobei die PEM-Technologie etwa 70 Prozent dieses Volumens ausmacht. Trotz der operativen Verluste bleibt die Liquidität mit einem Kassenbestand von rund 1,6 Milliarden NOK solide. Gleichzeitig greifen die Sparmaßnahmen: Die Personalkosten sanken im Jahresvergleich um 12 Prozent.
Die nächste Bewährungsprobe für das Management folgt am 22. April 2026. Dann muss Nel mit den Zahlen zum ersten Quartal beweisen, dass der rekordverdächtige Auftragsbestand effizienter als bisher in Umsatz und Margen umgemünzt werden kann.
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