Morgen legt Nel seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Die Veröffentlichung ist für 07:00 Uhr (CET) geplant, um 08:00 Uhr folgt eine virtuelle Präsentation mit Fragerunde. Nach einem Jahr mit schwankender Entwicklung richtet sich der Blick vor allem darauf, ob sich der zuletzt bessere Trend aus dem dritten Quartal fortsetzt.

Warum der Bericht wichtig ist

Im dritten Quartal 2025 meldete Nel einen Umsatz von 349 Mio. NOK. Beim EBITDA lag das Unternehmen bei -37 Mio. NOK und damit deutlich besser als im Vorjahresquartal (-90 Mio. NOK). Gleichzeitig zeigt der Blick auf die ersten neun Monate, wie holprig das Jahr insgesamt war: Der kumulierte Umsatz sank auf 633 Mio. NOK, nach 974 Mio. NOK im Vorjahreszeitraum.

Ein zentraler Bremsfaktor: Im Elektrolyseurmarkt verzögerten sich finale Investitionsentscheidungen (FIDs) für Projekte. Das drückte den Auftragseingang über weite Teile des Jahres.

Umsatz, Aufträge, Cash – worauf Anleger schauen

Mit dem Q4-Bericht wird sichtbar, wie nah Nel an den Jahresumsatz 2024 von 1.390 Mio. NOK herangekommen ist. Für das vierte Quartal rechnen Analysten laut FactSet-Konsens mit rund 268 Mio. NOK Umsatz.

Mindestens ebenso wichtig dürfte die Entwicklung beim Auftragsbestand werden: Können neue Verträge Verzögerungen oder Ausfälle bei Projekten ausgleichen? Genau hier lag 2025 der wunde Punkt, weil sich der Markt bei FIDs spürbar abkühlte.

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Auch der Mittelabfluss bleibt ein Kernthema. Auf Basis der zuletzt verfügbaren Daten lag der verschuldete Free Cashflow auf rollierender Basis bei -497 Mio. NOK. Damit steht im Raum: Wie schnell sinkt der Kassenbestand, wenn der Auftragseingang nicht stabil anzieht?

Strategie: Samsung, Herøya und Großaufträge

Operativ und strategisch hat Nel zuletzt mehrere Akzente gesetzt. Im März 2025 vereinbarte das Unternehmen eine EPC-Kooperation mit Samsung E&A und platzierte gleichzeitig neue Aktien. Samsung E&A stieg dadurch zum größten Einzelaktionär mit 9,1% auf und zeichnete 167.132.530 neue Aktien zu 2,1125 NOK je Aktie (Gesamtvolumen rund 353 Mio. NOK).

Im Dezember 2025 folgte zudem die finale Investitionsentscheidung, die nächste Generation der druckbeaufschlagten alkalischen Elektrolyseur-Plattform am Standort Herøya zu industrialisieren. Geplant ist eine Kapazität von bis zu 1 GW. Der EU-Innovationsfonds unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss von bis zu 135 Mio. Euro.

Auf der Auftragsseite kamen Ende 2025 mehrere Meldungen hinzu: Im November erhielt Nel einen PEM-Auftrag im Wert von mehr als 50 Mio. US-Dollar für die HyFuel- und Kaupanes-Projekte in Norwegen. Laut Unternehmen war es der zweitgrößte feste Auftrag der Firmengeschichte. Außerdem wurde Nel als Technologieanbieter für GreenH-Projekte in Kristiansund und Slagentangen ausgewählt.

Zum Fortschritt in Herøya hatte das Management im Q3-Call angegeben, dass die Heiß-Inbetriebnahme läuft und der kommerzielle Launch für 2026 angepeilt ist. Bestätigen die Q4-Zahlen diesen Zeitplan und die Pipeline für 2026?

Zum letzten ausgewiesenen Stichtag (Q3 2025) lag der Kassenbestand bei rund 1,76 Mrd. NOK, die Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital bei etwa 5%. Nel kam damals auf eine Marktkapitalisierung von rund 4 Mrd. NOK und etwa 1,84 Mrd. ausstehende Aktien. Über die vergangenen zwölf Monate blieb das Nettoergebnis mit -459 Mio. NOK klar negativ (verwässertes EPS: -0,26 NOK).

Morgen früh entscheidet sich damit vor allem, ob Auftragseingang, Projektfortschritt und Cash-Entwicklung ein stimmiges Bild ergeben – und ob Nel konkrete Hinweise zur Pipeline 2026 liefert, inklusive der im Q3-Call erwähnten rund 500 MW FEED-Arbeiten.

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