Cardano: Wale kaufen
Cardano steht gleich von zwei Seiten unter Beobachtung: Große Wallets sammeln seit Monaten ADA ein, während gleichzeitig die Infrastruktur für institutionelle Investoren wächst. Trotzdem bleibt der Kurs schwach und notiert nahe mehrmonatiger Tiefs. Die spannende Frage ist daher: Wird die neue institutionelle „Schiene“ zum Kurstreiber – oder bleibt sie vorerst nur ein struktureller Fortschritt?
819 Millionen ADA wandern zu Großhaltern
On-Chain-Daten zeigen, dass sogenannte Wale und „Sharks“ in den vergangenen sechs Monaten zusammen 819,4 Millionen ADA eingesammelt haben. Zum aktuellen Kurs entspricht das einem Gegenwert von rund 213,9 Millionen US-Dollar. Die Käufe fielen in eine Phase, in der ADA laut den Daten von etwa 0,90 US-Dollar auf rund 0,26 US-Dollar abrutschte – ein Minus von 71%. In Summe landeten damit grob 1,6% des umlaufenden Angebots zusätzlich bei großen Haltern.
Trotz dieser Nachfrage dominiert kurzfristig weiter der Verkaufsdruck. Das tägliche Handelsvolumen liegt über 400 Millionen US-Dollar. In den 24 Stunden bis heute verlor ADA zudem rund 3,4%. Die hohe Umschlaggeschwindigkeit deutet darauf hin, dass die Nachfrage großer Adressen laufend auf Gegenangebote trifft – und der Kurs dadurch unter Druck bleibt.
Aus technischer Sicht rücken zwei Marken in den Vordergrund: Hält die Unterstützung um 0,25 US-Dollar nicht, rückt das 52‑Wochentief bei etwa 0,22 US-Dollar näher. Für eine spürbare Entspannung müsste ADA dagegen die Zone um 0,30 US-Dollar zurückerobern.
Grayscale erhöht ADA-Gewicht, CME startet Futures
Parallel nimmt das institutionelle Interesse zu. Grayscale hat den ADA-Anteil in seinem Smart Contract Fund auf 20,07% angehoben. Der Schritt fällt zwar in einen insgesamt schwachen Kryptomarkt, wirkt aber wie ein Signal, dass Cardano in diesem Vehikel stärker gewichtet werden soll.
Seit dem 9. Februar gibt es zudem Cardano-Futures an der CME Group. Angeboten werden Standard- und Micro-Kontrakte, wobei ein Kontrakt 10.000 ADA abbildet. Für ADA ist das vor allem eines: ein weiterer Baustein Richtung regulierter Derivatemärkte – und damit ein wichtiges Element, wenn es um die „Institutionalisierung“ des Handels geht.
Spot-ETF: Zeitplan und offenes Rechtsrisiko
Noch bedeutender könnte der mögliche Weg zu einem US-Spot-ETF auf ADA werden. Hintergrund sind generische Listing-Standards der SEC, die seit September 2025 gelten. Sie erlauben es Börsen, bestimmte rohstoffbasierte Trust-Anteile zu listen, ohne für jeden Einzelfall eine eigene Regeländerung einreichen zu müssen.
Die entscheidende Bedingung: Der Basiswert muss mindestens sechs Monate lang regulierte Futures an einem von der CFTC beaufsichtigten Handelsplatz haben. Da die CME-Futures seit dem 9. Februar live sind, läge die früheste Schwelle für diese Voraussetzung um den 9. August 2026. Unter dem neuen Rahmen kann sich der Prozess von Einreichung bis Start zudem auf etwa 75 Tage verkürzen, während er früher laut dem Bericht eher bei rund 240 Tagen lag.
Allerdings bleibt ein zentrales Risiko ungelöst: Die SEC hatte in Verfahren aus der Zeit um 2023 ADA als „Security“ eingestuft. Zwar wurden die Klagen gegen Coinbase (Februar 2025) und Binance (Mai 2025) eingestellt, eine formale Einordnung „ADA ist eine Commodity“ gibt es aber weiterhin nicht. Entsprechend enthalten bestehende S‑1-ETF-Unterlagen Risikohinweise, dass eine Wertpapier-Klassifizierung eine Liquidation des Trusts erzwingen könnte.
In Europa existieren bereits Cardano-ETPs, etwa von 21Shares und WisdomTree. Das liefert zwar ein praktisches Vorbild für Verwahrung und Market Making im institutionellen Maßstab, ersetzt aber nicht die spezifischen Überwachungsanforderungen der SEC.
Konkrete Marke: August als Schwelle
Unterm Strich prallen aktuell zwei Entwicklungen aufeinander: starke Akkumulation großer Adressen einerseits, schwache Kursdynamik bei hohem Handelsvolumen andererseits. Die nächste klare Wegmarke ist die Sechs-Monats-Schwelle der CME-Futures: Um den 9. August könnte ADA erstmals die formale Voraussetzung erfüllen, die im neuen SEC-Rahmen für einen potenziellen Spot-ETF relevant ist. Bis dahin bleibt das Bild zweigeteilt: struktureller Fortschritt – aber ein Markt, der kurzfristig weiter Verkaufsdruck zeigt.
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