Nel Aktie: Europa droht Verlust der Technologieführerschaft
Nel ASA verstärkt den Druck auf die EU-Politik. Der norwegische Elektrolyseur-Hersteller fordert „Made in Europe"-Klauseln für öffentliche Aufträge – andernfalls drohe Europa im globalen Wettlauf um Wasserstofftechnologie den Anschluss zu verlieren.
Volldal warnt vor chinesischer Konkurrenz
CEO Håkon Volldal schlägt Alarm: Europäische Unternehmen würden bei Großprojekten das Nachsehen haben, während China massiv ausbaut. „Wir haben die technologische Führung, aber wenn wir diese Technologie nicht einsetzen und damit lernen können, werden die Chinesen aufholen – und an uns vorbeiziehen", sagte Volldal am 10. Februar gegenüber Reuters.
Nel fordert deshalb Beschaffungsregeln, die europäischen Herstellern bei öffentlichen Aufträgen Vorrang einräumen. Die Summe, um die es geht, ist beachtlich: EU-Behörden geben jährlich rund 2,5 Billionen Euro für Waren und Dienstleistungen aus.
Die Fakten:
- China kontrolliert 60% der weltweiten Elektrolyseur-Kapazität
- Europäische Firmen dominieren noch den Heimatmarkt mit über 80% Marktanteil seit 2022
- Mehr als 90% des in Europa genutzten Wasserstoffs stammt aus fossilen Brennstoffen
Breite Unterstützung für Schutzmaßnahmen
Nel steht nicht allein. Kim Hedegaard, CEO von Power-to-X bei Topsoe, verwies auf die Solarindustrie als warnendes Beispiel. Nicolas de Coignac von John Cockerill Hydrogen betonte, dass China durch schiere Projektgröße einen Vorsprung aufbaue.
Die EU-Kommission plant noch diesen Monat entsprechende Gesetzesvorschläge. Brüssel hatte bereits 2024 den Zugang chinesischer Anbieter zum wichtigsten EU-Wasserstoff-Förderfonds eingeschränkt, nachdem viele Begünstigte günstigere ausländische Ausrüstung eingeplant hatten.
Schwieriges Marktumfeld belastet
Die Branche kämpft mit Gegenwind. 2025 wurden zahlreiche Projekte gestrichen oder verschoben – hohe europäische Energiekosten und die Konkurrenz durch günstigeren fossilen Wasserstoff bremsen den Ausbau.
Nel veröffentlicht am 26. Februar die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Im Dezember hatte das Unternehmen die Investitionsentscheidung für die Industrialisierung seiner Next-Generation-Alkaline-Plattform am Standort Herøya getroffen. Die EU unterstützt das Projekt mit bis zu 135 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds. Der kommerzielle Start ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.
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