Für Nel ASA beginnt eine entscheidende Phase der Berichterstattung. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist legt am 26. Februar 2026 seine Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Nach mehreren strategischen Entwicklungen Ende des vergangenen Jahres liefert dieser Termin das erste umfassende finanzielle Bild und könnte Aufschluss darüber geben, wie sich das Unternehmen im anhaltend schwierigen Marktumfeld behauptet.

Der Fahrplan für Anleger

Der Finanzkalender des Unternehmens ist in den kommenden Wochen eng getaktet. Den Auftakt macht der Jahresbericht am 26. Februar. Bereits am 10. April 2026 folgt die Hauptversammlung, bevor am 22. April der Bericht zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht wird. Diese Termine bieten Investoren mehrere wichtige Referenzpunkte, um die operative Entwicklung und die finanzielle Stabilität des Unternehmens neu zu bewerten.

Auftragsbestand unter der Lupe

Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Entwicklung des Auftragsbestands gelten. Zum Ende des dritten Quartals 2025 wies Nel einen Bestand von 984 Millionen Norwegischen Kronen (NOK) aus. Marktteilnehmer werden genau prüfen, ob dieser Wert stabilisiert oder ausgebaut werden konnte.

Ein wichtiger Faktor hierbei ist ein im November 2025 verbuchter Auftrag für PEM-Elektrolyseure im Wert von über 50 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen bezeichnete diesen Abschluss als den bisher größten PEM-Auftrag seiner Geschichte. Es bleibt abzuwarten, wie stark sich dieser Erfolg bereits in den aktuellen Zahlen niederschlägt.

Liquidität und Technologie-Rollout

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Neben der Auftragslage steht die finanzielle Gesundheit im Vordergrund. Mit rund 1,8 Milliarden NOK an liquiden Mitteln zum Ende des dritten Quartals verfügt Nel über ein Polster. Angesichts der Kapitalbindung für neue Technologieinitiativen sind Aussagen zum operativen Cashflow und zur Finanzierungsflexibilität jedoch von zentraler Bedeutung.

Technologisch treibt das Unternehmen die Industrialisierung seiner "Next Generation Pressurized Alkaline"-Plattform im norwegischen Herøya voran. Die finale Investitionsentscheidung fiel im Dezember, der Marktstart ist für die erste Jahreshälfte 2026 anvisiert. Das Projekt wird durch den EU-Innovationsfonds mit bis zu 135 Millionen Euro unterstützt, wobei Nel Investitionen von rund 300 Millionen NOK vor Fördermitteln veranschlagt.

Herausforderndes Sektorsumfeld

Die Zahlen werden vor dem Hintergrund einer weiterhin angespannten Branchensituation veröffentlicht. Zwar fördern europäische Entscheidungsträger grünen Wasserstoff über Instrumente wie die "Hydrogen Bank", doch hohe Produktionskosten und ein schleppender Infrastrukturausbau bremsen die Marktentwicklung. Nel räumte bereits im letzten Quartalsupdate ein, dass der Auftragseingang trotz gestiegener Planungsaktivitäten verhalten blieb, da finale Investitionsentscheidungen für Großprojekte weltweit auf sich warten lassen.

Der 26. Februar wird zeigen, ob Nel seinen ehrgeizigen Technologie-Fahrplan einhalten kann und wie sich die Pipeline in diesem Umfeld entwickelt. Anleger erhalten an diesem Datum konkrete Datenpunkte, um die Substanz der jüngsten strategischen Weichenstellungen zu überprüfen.

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