Nebius Aktie: Zweifel wachsen?
Der KI-Infrastruktur-Spezialist Nebius wächst rasant, doch der Preis für die Expansion bereitet Anlegern zunehmend Sorgen. Trotz massiver Umsatzsteigerungen reagierten die Märkte am Freitag nervös auf den jüngsten Quartalsbericht. Ist der aggressive Investitionskurs angesichts verfehlter Erwartungen noch verhältnismäßig?
Wachstum verfehlt Erwartungen
Am Freitag rutschten die Papiere bei überdurchschnittlich hohem Handelsvolumen um neun Prozent auf 97,92 US-Dollar ab. Auslöser war ein gemischtes Bild im vierten Quartal 2025: Zwar explodierte der Umsatz im Jahresvergleich um über 500 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar, doch die Erwartungen der Wall Street von rund 246 Millionen wurden verfehlt. Auch der Verlust pro Aktie fiel mit 0,69 US-Dollar höher aus als prognostiziert.
Das Management begründete die Umsatzlücke mit dem Timing der Bereitstellung neuer Kapazitäten. Der Großteil der neuen Rechenleistung ging erst im späten November ans Netz und trug somit kaum noch zum Ergebnis des abgelaufenen Jahres bei. Dennoch zeigen die Zukunftskennzahlen in eine andere Richtung: Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) im Kerngeschäft erreichte zum Jahresende 1,25 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die eigene Prognose.
Ambitionierte Pläne kosten Milliarden
Während die Umsatzziele für 2026 mit bis zu 3,4 Milliarden US-Dollar optimistisch bleiben, rücken die Kosten in den Fokus der Kritik. Nebius plant für das laufende Jahr Investitionen (CapEx) zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Diese gewaltige Summe soll zwar laut Unternehmensangaben größtenteils aus dem operativen Cashflow gedeckt werden, doch die reine Dimension der Ausgaben lässt Zweifel an der kurzfristigen Kapitaleffizienz aufkommen.
Operativ drückt das Unternehmen indes weiter aufs Tempo. Die verfügbare Leistungskapazität erreichte zum Jahresende 170 Megawatt und lag damit deutlich über den ursprünglich geplanten 100 Megawatt. Strategisch ergänzt wird dieser Ausbau durch die geplante Übernahme des Such-Startups Tavily für 275 Millionen US-Dollar. Der Zukauf soll die KI-Plattform um eine Echtzeit-Websuche für autonome KI-Agenten erweitern.
Hohe Volatilität bleibt bestehen
Die Aktie bleibt volatil. Mit dem jüngsten Rücksetzer notiert das Papier rund 27 Prozent unter dem Hoch vom Oktober 2025. Die enorme Schwankungsbreite zwischen gut 18 und 141 US-Dollar innerhalb eines Jahres unterstreicht den spekulativen Charakter des Titels während dieser intensiven Aufbauphase.
Das Unternehmen steht nun unter Beweisdruck. Das Management muss zeigen, dass die massiven Investitionen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar effizient in die prognostizierten Umsatzerlöse umgewandelt werden können. Die nächsten Quartalszahlen am 29. April 2026 werden zeigen, ob der aggressive Wachstumskurs Früchte trägt.
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