Marriott Aktie: Milliarden-Finanzierung und Insiderverkäufe
Marriott setzt auf finanzielle Flexibilität und hat sich am vergangenen Freitag frisches Kapital in Milliardenhöhe gesichert. Während der Hotelriese seine Liquidität für künftige Investitionen und Aktienrückkäufe stärkt, werfen zeitgleiche Anteilsverkäufe hochrangiger Manager Fragen auf. Anleger müssen nun abwägen, wie die langfristigen Wachstumspläne und die aktuellen Signale der Führungsetage zusammenpassen.
Strategische Kapitalbeschaffung über Anleihen
Um die allgemeine Unternehmensliquidität zu stärken, hat Marriott erfolgreich Senior Notes im Gesamtwert von 1,425 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Die Emission teilt sich in zwei Tranchen auf: Eine Tranche über 600 Millionen Dollar mit einer Verzinsung von 4,500 Prozent und einer Laufzeit bis 2033 sowie eine zweite Tranche über 850 Millionen Dollar. Diese ist mit einem Kupon von 5,100 Prozent ausgestattet und wird im Jahr 2038 fällig.
Die Nettoerlöse aus diesen Geschäften sollen vielseitig eingesetzt werden. Neben der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und anstehenden Investitionen plant das Management, die Mittel auch für die Rückzahlung bestehender Schulden sowie für weitere Aktienrückkäufe zu verwenden. Die ersten Zinszahlungen für beide Anleihen sind für den 1. November 2026 terminiert.
Führungsebene trennt sich von Aktien
Auffällig ist, dass parallel zur Kapitalaufnahme mehrere Top-Manager ihre privaten Aktienbestände deutlich reduziert haben. Den größten Verkauf tätigte Vorstandschef Anthony Capuano, der bereits am 17. Februar 63.000 Aktien veräußerte. In den darauffolgenden Tagen schlossen sich weitere Führungskräfte diesem Schritt an, darunter Executive Vice President Benjamin Breland sowie William Brown und Rajeev Menon.
Könnten diese massiven Verkäufe der Führungsetage ein Signal für eine kurzfristige Überhitzung sein? Am Freitag schloss die Aktie bei 295,20 Euro, womit sie seit Jahresbeginn bereits ein Plus von über zehn Prozent vorweisen kann. Mit einem RSI-Wert von 73,1 bewegt sich der Titel derzeit zudem in einem technisch überkauften Bereich.
Solide Geschäftszahlen und kommende Dividende
Die jüngsten Bewegungen folgen auf den Quartalsbericht vom 10. Februar, der ein gemischtes, aber insgesamt stabiles Bild zeichnete. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar und übertraf damit leicht die Markterwartungen. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie blieb das Unternehmen mit 2,58 Dollar hingegen minimal hinter der Konsensschätzung von 2,61 Dollar zurück.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management optimistisch und prognostiziert einen Gewinn pro Aktie zwischen 11,32 und 11,57 Dollar. Für Einkommensinvestoren steht zudem ein wichtiger Termin bevor: Am 26. Februar 2026 findet der Ex-Dividende-Tag für die anstehende Quartalsausschüttung von 0,67 US-Dollar pro Aktie statt. Damit schüttet das Unternehmen auf das Jahr hochgerechnet 2,68 Dollar je Anteilsschein aus.
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