Nebius zeigt sich im Februar von seiner dynamischen Seite. Am Mittwoch legte die Aktie des AI-Cloud-Infrastruktur-Anbieters zu, nachdem Compass Point als jüngste Wall-Street-Adresse mit einer positiven Einschätzung auf den Plan trat. Das niederländische Unternehmen zieht zunehmend institutionelle Aufmerksamkeit auf sich – befeuert durch aggressive Expansionspläne und wachsende Positionierungen namhafter Investoren.

Compass Point sieht Kurspotenzial

Am 18. Februar 2026 nahm Compass Point die Coverage mit einem Buy-Rating und einem Kursziel von 150 Dollar auf. Bei einem Schlusskurs von 97,52 Dollar entspricht das einem erheblichen Aufwärtspotenzial von rund 54 Prozent.

Das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel unter den Analysten liegt derzeit bei etwa 143 Dollar, wobei die Spanne von 79,12 Dollar bis 221,55 Dollar reicht. Der Konsens lautet auf "Moderate Buy".

Institutionelle Investoren stocken auf

Die Mittwochsrally wurde durch mehrere positive Katalysatoren gestützt. BlackRock meldete am 12. Februar in seinem 13F-Filing eine deutliche Aufstockung auf 9,43 Millionen Aktien. Laut Fintel-Daten halten mittlerweile 683 Fonds oder Institutionen Positionen in Nebius – ein Anstieg um 27 Investoren (4,12 Prozent) im letzten Quartal.

UBS Group erhöhte seine Beteiligung um 40,76 Prozent auf 4,58 Millionen Aktien, Clear Street Group stockte um 48,72 Prozent auf 3,51 Millionen Aktien auf. Institutionelle Investoren halten zusammen 21,90 Prozent der ausstehenden Anteile.

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Wichtige Kennzahlen auf einen Blick:

  • Marktkapitalisierung: 25,63 Mrd. Dollar
  • Q4 2025 Umsatz: 227,7 Mio. Dollar
  • Geschäftsjahr 2025 Umsatz: 529,8 Mio. Dollar
  • Nettogewinn 2025 (fortgeführte Aktivitäten): 29 Mio. Dollar
  • Umsatzprognose 2026: 3,0–3,4 Mrd. Dollar
  • Institutioneller Anteil: 21,90%

Quartalszahlen mit Licht und Schatten

Die gesteigerte Analystentätigkeit folgt auf die Q4-2025-Zahlen vom 12. Februar. Nebius meldete einen Umsatz von 227,7 Millionen Dollar – ein Plus von 547 Prozent im Jahresvergleich, aber unterhalb der Analystenschätzungen von etwa 246 Millionen Dollar. Der bereinigte Nettoverlust belief sich auf 173 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr 2025 wies das Unternehmen einen Umsatz von 529,8 Millionen Dollar aus, verglichen mit 91,5 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 29 Millionen Dollar – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 352 Millionen Dollar in 2024.

Das Kern-AI-Cloud-Geschäft zeigte Dynamik: Die bereinigte EBITDA-Marge weitete sich im vierten Quartal auf 24 Prozent aus, nach 19 Prozent im Vorquartal.

Ehrgeizige Ziele für 2026

Das Management stellt für 2026 einen Umsatz zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden Dollar in Aussicht und strebt bis Jahresende eine annualisierte Umsatzrate von 7 bis 9 Milliarden Dollar an. Um diese Expansion zu stemmen, plant Nebius Investitionen zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar.

Konkret sollen neun neue Rechenzentren entstehen. Das Unternehmen hat bereits mehr als 2 Gigawatt vertraglich gesicherte Leistung und rechnet mit einem Überschreiten der 3-Gigawatt-Marke. Bis Ende 2026 soll eine verfügbare Rechenzentrumskapazität von 800 Megawatt bis 1 Gigawatt bereitstehen.

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