Der Amsterdamer Cloud-Anbieter Nebius Group hat diese Woche eindrucksvoll untermauert, warum er zu den gefragtesten KI-Werten am Markt gehört. Ein strategischer Milliarden-Einstieg von Nvidia trifft auf ein massives Umsatzwachstum und katapultierte den Aktienkurs zweistellig in die Höhe. Während die Konkurrenz noch um Rechenkapazitäten ringt, sichert sich das Unternehmen durch prominente Partnerschaften eine Schlüsselrolle beim globalen Infrastruktur-Ausbau.

Vertrauensbeweis im Milliardenformat

Am Mittwoch gaben Nvidia und Nebius eine weitreichende strategische Partnerschaft bekannt. Der Chip-Gigant investiert zwei Milliarden US-Dollar in den Cloud-Anbieter. Anleger reagierten prompt und schickten die Papiere um 16 Prozent nach oben. Bis zum Handelsschluss am Freitag pendelte sich der Kurs bei 113,58 US-Dollar ein.

Der Deal umfasst weit mehr als nur Kapital. Beide Unternehmen wollen beim Aufbau von KI-Infrastruktur und dem Design von Rechenzentren eng kooperieren. Das Ziel ist ambitioniert. Bis Ende 2030 plant Nebius, weltweit Kapazitäten von über fünf Gigawatt ans Netz zu bringen.

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Starkes Wachstum trifft auf Profitabilität

Der Einstieg von Nvidia kommt nicht aus dem Nichts. Er folgt auf Geschäftszahlen, die den enormen Bedarf an dedizierten KI-Rechenzentren widerspiegeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 steigerte Nebius den Umsatz um 479 Prozent auf knapp 530 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig gelang der Sprung in die Gewinnzone mit einem Überschuss von 29 Millionen US-Dollar aus fortgeführten Geschäften, nachdem im Vorjahr noch ein hoher Verlust verbucht wurde.

Um dieses Tempo zu halten, treibt das Unternehmen die physische Expansion voran. In Missouri genehmigten die Behörden kürzlich den Bau eines riesigen KI-Campus auf 400 Hektar. Allein dieses Projekt mit einer potenziellen Leistung von 1,2 Gigawatt könnte die für Ende 2026 anvisierte Gesamtkapazität des Unternehmens verdoppeln.

Volle Auftragsbücher und hohe Investitionen

Das Fundament für die kommenden Jahre bilden verbindliche Verträge mit Tech-Schwergewichten wie Microsoft und Meta im Wert von über 20 Milliarden US-Dollar. Um die rasant steigende Nachfrage zu bedienen, plant das Management für das Jahr 2026 gewaltige Sprünge bei den zentralen Kennzahlen:

  • Umsatz-Run-Rate: Anstieg von 1,25 Milliarden (Ende 2025) auf 7 bis 9 Milliarden US-Dollar.
  • Investitionsvolumen: Geplante Ausgaben von 16 bis 20 Milliarden US-Dollar für den Infrastruktur-Ausbau.
  • Hardware-Upgrade: Einführung der neuen Nvidia Vera Rubin NVL72 Systeme ab dem zweiten Halbjahr in den USA und Europa.

Mit der finanziellen Rückendeckung von Nvidia und prall gefüllten Auftragsbüchern steht Nebius nun vor der Herausforderung der operativen Umsetzung. Das Unternehmen muss in den kommenden Quartalen nicht nur ausreichend Grafikprozessoren beschaffen und Stromkapazitäten sichern, sondern auch die wachsende Schuldenlast managen. Der nächste konkrete Prüfstein für Investoren sind die Kapazitätsinbetriebnahmen im ersten Quartal. Diese müssen planmäßig verlaufen, um den vertraglich zugesicherten Ausbau für Microsoft in der zweiten Jahreshälfte 2026 reibungslos zu gewährleisten.

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