Cameco hat eigentlich ein hervorragendes Jahr 2025 hinter sich und gerade einen Milliarden-Deal mit Indien abgeschlossen. Trotzdem schickten Anleger das Papier am Freitag auf ein Zweimonatstief. Der Grund für die plötzliche Nervosität liegt bei der Beteiligung Westinghouse und stockenden Verhandlungen mit der US-Regierung.

Konkurrenz beim US-Reaktorprogramm

Verantwortlich für den jüngsten Kursrutsch von über sechs Prozent sind Berichte über schleppende Gespräche rund um das Vorzeigeprojekt für US-Atomreaktoren. Das US-Energieministerium prüft offenbar Finanzierungsoptionen mit Konkurrenten wie GE Vernova und Korea Electric Power. Für Cameco ist das eine heikle Entwicklung. Das kanadische Unternehmen hält einen Anteil von 49 Prozent an dem Reaktorbauer Westinghouse.

Bisher ging das Management von einer strategischen Partnerschaft mit der US-Regierung aus, die durch Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe gestützt werden sollte. Eine Verschiebung dieser Regierungsstrategie zugunsten anderer Anbieter verändert die Ausgangslage für das Westinghouse-Segment spürbar. Gerade dieses Geschäftsfeld liefert Cameco durch Wartungsarbeiten und die Herstellung von Brennelementen normalerweise stetige, vom Uranpreis unabhängige Einnahmen.

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Milliarden-Deal und starkes Fundament

Abseits der politischen Verhandlungen auf dem US-Markt präsentiert sich das Unternehmen operativ äußerst robust. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 brachte ein Umsatzplus von elf Prozent auf 3,48 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte sogar um 243 Prozent auf knapp 590 Millionen US-Dollar. Mit 1,2 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und einer geringen Verschuldung steht die Bilanz auf einem soliden Fundament.

Zusätzliche Planungssicherheit liefert ein erst kürzlich unterzeichneter Liefervertrag mit Indien. Cameco wird zwischen 2027 und 2035 knapp 22 Millionen Pfund Uran an das indische Atomenergieministerium liefern. Das geschätzte Volumen von 2,6 Milliarden US-Dollar stärkt die langfristige Umsatzbasis erheblich und passt zu Indiens Ziel, die eigene Kernkraftkapazität bis 2047 massiv auszubauen.

Struktureller Rückenwind bleibt

Langfristig profitiert der Uranproduzent von einem klaren Branchentrend. Technologiegiganten wie Microsoft und Alphabet setzen für den energieintensiven Betrieb ihrer KI-Rechenzentren zunehmend auf Atomkraft, da erneuerbare Energien allein die benötigte Grundlast nicht rund um die Uhr zuverlässig abdecken können.

Die weitere Kursentwicklung wird kurzfristig maßgeblich vom Fortgang der Westinghouse-Gespräche mit den US-Behörden diktiert. Bis hier Klarheit über die genaue Rolle des Unternehmens beim US-Reaktorausbau herrscht, fungiert der langfristige Liefervertrag mit Indien als wichtiges Gegengewicht zur aktuellen regulatorischen Unsicherheit.

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