Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar in Nebius Group — und der Markt reagierte prompt: Die Aktie legte am Mittwoch um 16 Prozent zu. Hinter dem Kurssprung steckt mehr als frisches Kapital.

Strategische Partnerschaft mit Hardware-Vorteil

Der Deal geht weit über eine reine Finanzspritze hinaus. Nvidia stattet Nebius mit Zugang zu noch nicht allgemein verfügbarer Hardware aus: der kommenden Rubin-Plattform, Vera-CPUs und BlueField-Speichersystemen. Für einen Cloud-Anbieter, der um Rechenkapazität konkurriert, ist das ein echter Vorsprung.

Das gemeinsame Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 sollen fünf Gigawatt Nvidia-gestützte Rechenkapazität aufgebaut werden. Nvidia-CEO Jensen Huang beschrieb die Partnerschaft als Reaktion auf die „weltweit steigende Nachfrage nach Intelligenz".

Die Vereinbarung folgt einem Muster: Erst vergangene Woche hatte Nvidia ähnliche Zwei-Milliarden-Partnerschaften mit Lumentum und Coherent angekündigt.

Starkes Wachstum, hohe Kosten

Die operative Basis, auf der diese Partnerschaft aufbaut, ist bemerkenswert. Im vierten Quartal 2025 erzielte Nebius einen Gruppenumsatz von 228 Millionen Dollar — ein Plus von 547 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der KI-Cloud-Umsatz wuchs sogar um 830 Prozent. Erstmals drehte das bereinigte EBITDA ins Positive, die Marge im KI-Cloud-Kerngeschäft stieg von 19 auf 24 Prozent.

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Gleichzeitig wuchs der operative Verlust 2025 um 49 Prozent auf 596 Millionen Dollar — bei einem Jahresumsatz von 530 Millionen Dollar. Das Wachstum hat seinen Preis.

Infrastruktur, Verträge, Indexaufnahme

Nebius baut seine physische Infrastruktur parallel aus. Das größte US-Projekt ist ein 1,2-Gigawatt-Campus auf 160 Hektar nahe Independence, Missouri, mit geplanter Stromversorgung ab der zweiten Jahreshälfte 2026. Insgesamt will das Unternehmen bis Ende 2026 mehr als drei Gigawatt vertraglich gesicherter Kapazität erreichen und seine Rechenzentrumsstandorte von sieben auf 16 ausbauen.

Auf der Kundenseite stehen bereits Infrastrukturverträge mit Microsoft und Meta über zusammen mehr als 20 Milliarden Dollar. Zudem übernahm Nebius Tavily, ein Unternehmen für agentische Suchtechnologie, das rund 700.000 Entwickler auf die Plattform bringt.

Abgerundet wurde die Nachrichtenlage diese Woche durch die Aufnahme von Nebius in den Bloomberg 500 Index am 12. März 2026 — ein Signal, das institutionelle Investoren stärker in den Fokus rückt.

Der nächste konkrete Prüfstein ist der Hochlauf der Microsoft-Verträge in der zweiten Jahreshälfte 2026: Ob die ersten Kapazitäten planmäßig bereitstehen, wird zeigen, ob Nebius die Erwartungen, die diese Woche entstanden sind, auch einlösen kann.

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