Nebius sitzt plötzlich auf einem gigantischen Berg an Aufträgen. Nach Großaufträgen von Meta und Microsoft summiert sich das Volumen auf rund 50 Milliarden US-Dollar. Für ein Unternehmen, das im vergangenen Jahr gerade einmal eine halbe Milliarde umgesetzt hat, ist das ein extremer Sprung. Der Markt reagiert entsprechend sensibel auf die Herausforderung, ob die physische Infrastruktur dieses rasante Tempo überhaupt mitgehen kann.

Frisches Kapital drückt die Stimmung

Um die gewaltigen KI-Projekte stemmen zu können, hat sich der Konzern über Wandelanleihen vier Milliarden US-Dollar besorgt. Genau dieser Schritt sorgte am Markt für einen leichten Dämpfer und schickte das Papier um gut drei Prozent ins Minus. Anleger fürchten eine Verwässerung ihrer Anteile durch die neuen Papiere. Das frische Kapital fließt allerdings direkt in den Maschinenraum: Nebius will damit neue Rechenzentren bauen und dringend benötigte Grafikprozessoren anschaffen. Die Jahresperformance bleibt mit einem Kursgewinn von rund 30 Prozent ohnehin stark.

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Wettlauf gegen die Nachfrage

Das Management steht nun vor einem logistischen Kraftakt. Die aktive Rechenzentrumskapazität soll von 170 Megawatt Ende 2025 auf bis zu ein Gigawatt bis Ende dieses Jahres anwachsen. Das Unternehmen leidet aktuell an einem echten Luxusproblem: Es gibt deutlich mehr Kundenbestellungen als verfügbare GPU-Kapazitäten. Neben dem US-Markt treibt der neue Asien-Chef John Haarer nun auch die Expansion in Ländern wie Japan, Südkorea und Singapur voran, um die internationale Präsenz auszubauen.

Analysten bleiben optimistisch

Finanziell steht das Fundament deutlich stabiler da als noch vor einem Jahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 drehte der operative Cashflow mit rund 400 Millionen US-Dollar ins Plus, während sich der Umsatz nahezu verfünffachte. Für 2026 peilt die Führungsebene nun Erlöse zwischen drei und 3,4 Milliarden US-Dollar an.

Diese Aussichten überzeugen auch die Wall Street. Im Schnitt sehen Analysten ein Kursziel von knapp 169 US-Dollar, was einem Aufschlag von über 40 Prozent entspricht. Häuser wie BWS Financial und DA Davidson rufen sogar die 200-Dollar-Marke aus.

Die prall gefüllten Auftragsbücher garantieren dem Cloud-Anbieter eine enorme Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Die entscheidende Hürde für die weitere Kursentwicklung liegt nun in der fehlerfreien physischen Umsetzung der KI-Fabriken. Gelingt der rasante Ausbau der Rechenzentren ohne weitere Schuldenexzesse, ist die fundamentale Basis für das anvisierte Milliardenwachstum gelegt.

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