Nebius Group beschleunigt seine internationale Expansion deutlich. Innerhalb von 48 Stunden ernannte das KI-Infrastrukturunternehmen neue Führungskräfte für die Americas und die Asia-Pacific-Region – ein koordinierter Schritt, der das Wachstumstempo des Unternehmens unterstreicht.

Neue Führungsstruktur auf zwei Kontinenten

Am 9. März wurde Dan Lawrence als Senior Vice President und General Manager für die Americas berufen. Er soll die kommerzielle Organisation in Nordamerika ausbauen und das Wachstum in den Segmenten Enterprise, ISV und KI-native Kunden vorantreiben.

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Einen Tag später folgte die Ernennung von John Haarer zum General Manager für Asia-Pacific und Japan. Haarer, der von Singapore aus operiert, verantwortet die Expansion in Märkten wie Japan, Südkorea und Indien. Zuvor war er bei Cloudflare und Twilio tätig. Mit seiner Ernennung vollzieht Nebius in der Region den Übergang von der Marktsondierung zur vollständigen kommerziellen Expansion.

Starke Zahlen als Fundament

Die Expansionsstrategie stützt sich auf eine solide finanzielle Basis. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Nebius einen Umsatz von 529,8 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 547 Prozent auf 227,7 Millionen Dollar.

Auch operativ verbesserte sich das Bild deutlich: Der operative Cashflow aus dem laufenden Geschäft drehte ins Positive und erreichte 401,9 Millionen Dollar. Das Nettoeinkommen aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 29,0 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 352,0 Millionen Dollar im Vorjahr.

Das Auftragspolster beläuft sich auf mehr als 20 Milliarden Dollar, darunter mehrjährige KI-Infrastrukturverträge mit Microsoft und Meta. Dazu kommen 3,7 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Für Ende 2026 peilt das Unternehmen einen annualisierten Umsatz von 7 bis 9 Milliarden Dollar an.

Infrastrukturausbau auf Hochtouren

Parallel zur personellen Aufstellung treibt Nebius den physischen Kapazitätsausbau voran. Im US-Bundesstaat Missouri erhielt das Unternehmen die Genehmigung für einen KI-Campus mit einer potenziellen Kapazität von bis zu 1,2 Gigawatt auf rund 160 Hektar. Das Projekt soll rund 1.200 Bauarbeitsplätze und etwa 130 dauerhafte Stellen schaffen.

Insgesamt soll die aktive Leistungskapazität von derzeit 170 Megawatt bis Ende 2026 auf 1.000 Megawatt skaliert werden. Hinzu kommt ein neues 240-Megawatt-Rechenzentrum in Frankreich, das nach Fertigstellung zu den größten in Europa zählen soll. Bis 2026 plant Nebius neun neue Standorte, was die aktuelle Standortzahl mehr als verdoppeln würde.

Beim Earnings Call im Februar hob das Management die Guidance für kontrahierte Leistungskapazität auf mehr als 3 Gigawatt bis Jahresende 2026 an – gegenüber einer früheren Prognose von 2,5 Gigawatt. Bereits Mitte Februar hatte Nebius mehr als 2 Gigawatt unter Vertrag. Ob die kommerzielle Infrastruktur in Asien und Amerika mit dem Tempo des physischen Ausbaus Schritt halten kann, wird die entscheidende Frage der kommenden Quartale sein.

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