Nebius Group baut sein Nordamerika-Geschäft mit einer prominenten Personalentscheidung weiter aus. Dan Lawrence übernimmt als Senior Vice President und General Manager die Verantwortung für die Region Americas – ein Schritt, der zur aktuellen Wachstumsdynamik des Unternehmens passt.

Lawrence kommt von Akamai Technologies, wo er zuletzt als SVP of Global Sales für das Cloud-Geschäft zuständig war. Davor sammelte er Führungserfahrung bei Amazon Web Services. Seine Aufgabe bei Nebius: den kommerziellen Betrieb in Nordamerika skalieren und Teams aufbauen, die die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur bedienen können.

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Gigawatt-Campus in Missouri genehmigt

Die Personalie kommt nicht zufällig zu diesem Zeitpunkt. Der Stadtrat von Independence, Missouri hat kürzlich grünes Licht für einen neuen KI-Rechenzentrumsstandort gegeben – mit einer potenziellen Kapazität von bis zu 1,2 Gigawatt auf rund 162 Hektar. Das Projekt soll rund 1.200 Bauarbeitsplätze und etwa 130 dauerhafte Stellen in der Technologiebranche schaffen. Über eine Laufzeit von 20 Jahren werden PILOT-Zahlungen von über 650 Millionen US-Dollar erwartet.

Insgesamt plant Nebius, die Zahl seiner Rechenzentrumsstandorte in diesem Jahr von sieben auf 16 zu erhöhen.

Zahlen bestätigen den Expansionskurs

Die Finanzergebnisse für 2025 unterstreichen, warum das Unternehmen so aggressiv investiert. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2025 lag bei 529,8 Millionen US-Dollar – ein Plus von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 547 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar.

Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBITDA von einem Verlust von 226,3 Millionen auf einen Verlust von 64,9 Millionen US-Dollar. Das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäftsbetrieb drehte von einem Verlust von 352 Millionen auf einen Gewinn von 29 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem annualisierten Umsatz (ARR) von 1,25 Milliarden US-Dollar ab – 250 Millionen über dem eigenen Ziel – und hält an einem ARR-Ziel von 7 bis 9 Milliarden für 2026 fest.

Im Auftragsbestand stehen Verträge mit Meta und Microsoft im Gesamtwert von über 20 Milliarden US-Dollar, davon allein ein Fünfjahresvertrag mit Microsoft über mehr als 19 Milliarden.

Technologiepartnerschaften und Zukäufe

Auf der Produktseite wird Nebius ab der zweiten Jahreshälfte 2026 die NVIDIA Vera Rubin NVL72-Plattform über seine Cloud-Dienste anbieten – zunächst in den USA und Europa. Die Technologie soll komplexe KI-Workloads wie agentische KI und große Mixture-of-Experts-Modelle unterstützen.

Zudem hat Nebius die Übernahme von Tavily vereinbart, um sein KI-Cloud-Angebot um agentische Suchfunktionen zu erweitern. Tavily bleibt als Marke erhalten, das Team wechselt jedoch zu Nebius.

Mit einem Börsenwert von 22,6 Milliarden US-Dollar und einer Aktie, die im Jahresverlauf zwischen 18,31 und 141,10 US-Dollar schwankte, zeigt die hohe Volatilität, wie stark die Erwartungen an das Unternehmen auseinandergehen. Ob Nebius seinen ARR bis Jahresende tatsächlich in Richtung der angepeilten 7 bis 9 Milliarden US-Dollar entwickeln kann, wird der entscheidende Maßstab für 2026 sein.

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