Nebius hat eine volatile Woche hinter sich. Nach dem starken Lauf im vergangenen Jahr setzte nun eine deutliche Korrektur ein, der Kurs verlor auf Wochensicht gut 11%. Für Anleger stellt sich die Frage, ob es sich um einen normalen Rücksetzer nach der Rally handelt oder um ein Warnsignal.

Am Freitag schwankte die Aktie zwischen 93,59 und 98,88 US‑Dollar und schloss bei 94,36 US‑Dollar. Damit setzte sich der Abwärtstrend der Woche fort.

Starke Rally, jetzt Korrektur

Auslöser der aktuellen Schwäche dürften vor allem Gewinnmitnahmen sein. Die Aktie war 2025 um mehr als 200% gestiegen, getragen von großen Auftragsgewinnen und der hohen Nachfrage nach Rechenkapazität für KI-Anwendungen.

Wichtige Eckpunkte:

  • Kursrückgang in der Woche: −11,06%
  • Kursbandbreite am Freitag: 93,59–98,88 US‑Dollar
  • Schlusskurs am Freitag: 94,36 US‑Dollar
  • Kursperformance 2025: über +200%

Trotz des Rückgangs bleibt der längerfristige Investmentcase im Markt grundsätzlich positiv verankert. Die aktuelle Bewegung wirkt eher wie eine technisch getriebene Korrektur nach einer außergewöhnlichen Rally als wie eine Reaktion auf eine Verschlechterung der Fundamentaldaten.

Das Handelsvolumen lag am Freitag bei 9,44 Millionen Aktien und damit unter dem üblichen Tagesdurchschnitt. Gleichzeitig zeigt der Kursrutsch, dass bereits ein reduziertes Volumen ausreicht, um nach der Rally spürbaren Verkaufsdruck auszulösen.

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Auftragsbestand und Wachstumspläne

Operativ präsentiert sich das Bild deutlich robuster als die Kursentwicklung der letzten Tage vermuten lässt. Nebius hat einen umfangreichen Auftragsbestand aufgebaut, der auf mehrjährigen Verträgen mit Technologiekonzernen wie Microsoft und Meta Platforms beruht.

Diese Vereinbarungen binden einen Großteil der aktuellen und absehbaren GPU-Kapazitäten. Damit festigt das Unternehmen seine Rolle als wichtiger Anbieter im Bereich KI-Infrastruktur und sichert sich hohe Auslastung für die kommenden Jahre.

Für das Jahresende 2026 peilt Nebius eine annualisierte Umsatzrate von 7 bis 9 Milliarden US‑Dollar an – ein Sprung von den heutigen Niveaus. Um dieses Ziel zu erreichen, sind allerdings sehr hohe Investitionen in den Ausbau der Rechenzentren nötig.

Der damit verbundene Kapitalbedarf führt zu erheblichen Ausgaben und einem entsprechend hohen Cash-Burn. Diese Faktoren erhöhen die operativen Risiken und dürften ein Grund für die derzeit vorsichtigere Haltung mancher Investoren sein.

2026 als Bewährungsprobe

Im kommenden Jahr muss Nebius den Übergang von einer stark visionsgetriebenen Story hin zu konsequenter Umsetzung schaffen. Die Marktaufmerksamkeit verlagert sich weg von neuen Vertragsmeldungen hin zur konkreten Lieferung: Entscheidend wird, ob der Ausbau der Rechenzentren planmäßig vorankommt und die Kapazitäten rechtzeitig produktiv werden.

Analysten rechnen mehrheitlich damit, dass Nebius im letzten Quartal 2026 einen positiven operativen Gewinn erreicht. Dieses Ziel gilt als wichtige Marke, um das Vertrauen in das stark wachstums- und kapitalintensive Geschäftsmodell zu stützen.

Der nächste größere Prüfstein folgt mit den anstehenden Quartalszahlen Mitte Februar. Beim Bericht, der für den 17. Februar erwartet wird, dürften Investoren vor allem auf das Tempo beim Umsatzwachstum, Tendenzen bei den Margen und den Umgang mit den hohen Investitionsausgaben schauen.

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