Nebius hat die Handelswoche mit einem deutlichen Plus beendet. Der Kurs legte am Freitag um rund 4,7 % auf etwa 108,73 US-Dollar zu. Getrieben wurde die Bewegung vor allem von einem verbesserten Analystenrating und starkem Rückenwind für Werte rund um KI-Infrastruktur.

Zudem haben mehrere große Häuser ihre positiven Kursziele bestätigt. Das stärkt den Eindruck, dass der Markt der auf GPU-Cloud spezialisierten Gesellschaft weiteres Aufwärtspotenzial zutraut.

  • Kursplus am Freitag: ca. +4,7 % auf 108,73 US-Dollar
  • Konsensrating: „Moderate Buy“ von 11 Analysten
  • Durchschnittliches 12-Monats-Kursziel: 142,38 US-Dollar
  • Erwartetes Umsatzwachstum im kommenden Jahr: +376 %
  • Große Verträge: 17,4 Mrd. US-Dollar mit Microsoft, ca. 3 Mrd. US-Dollar mit Meta
  • Invesco-Beteiligung: ca. 3,59 Mio. Aktien im Wert von rund 198,5 Mio. US-Dollar

Analystenstimmung und Wachstumserwartungen

Am Wochenende bestätigten Datendienste, dass Nebius derzeit von 11 Research-Häusern mit „Moderate Buy“ eingestuft wird. Die Verteilung fällt klar positiv aus: Sechs Analysten empfehlen „Buy“, zwei vergeben ein „Strong Buy“, nur eine Empfehlung lautet auf „Sell“.

Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 142,38 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Auf dieser Basis sehen viele Experten nennenswertes Aufwärtspotenzial.

Zacks Research hob das Rating für Nebius auf Rang #2 („Buy“) an. Begründet wird dies mit kräftigen Aufwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen. Der Markt preist für den „Neocloud“-Anbieter extrem starkes Wachstum ein: Die Umsätze sollen im kommenden Jahr um rund 376 % steigen.

Rückendeckung geben vor allem bereits gesicherte Aufträge. Besonders ins Gewicht fallen ein Vertrag mit Microsoft über 17,4 Mrd. US-Dollar und eine rund fünfjährige Partnerschaft mit Meta Platforms im Volumen von etwa 3 Mrd. US-Dollar. Diese Vereinbarungen unterfüttern die ambitionierten Prognosen mit konkreten Zahlen.

Auch institutionelle Investoren bleiben an Bord. So hält Invesco unverändert eine große Position von rund 3,59 Mio. Aktien im Wert von knapp 198,5 Mio. US-Dollar. Das signalisiert Vertrauen in die langfristige Ausrichtung auf KI-Infrastruktur.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nebius?

Rückenwind aus dem Sektor

Die Kursgewinne bei Nebius stehen im Kontext einer breiteren Bewegung zugunsten Hardware- und Infrastrukturwerten. Nach den starken Zahlen von TSMC mit einem Nettogewinnanstieg um 35 % sind Investoren wieder verstärkt in kapitalintensive KI-Titel eingestiegen.

Auch andere Anbieter im Umfeld von High-Performance-Computing profitierten. Iren Ltd. legte am Freitag um rund 12 % zu, CoreWeave gewann etwa 6 %. Nebius bewegt sich damit in einem klar positiven Sektorumfeld.

Operativ treibt das Unternehmen die Expansion voran. Ziel ist es, bis Ende 2026 eine Leistungskapazität von 2,5 Gigawatt zu sichern. Um die Nachfrage großer Cloud- und Plattformkunden zu bedienen, setzt Nebius auf aktuelle NVIDIA-Hardware wie Blackwell Ultra und die GB300-NVL72-Systeme.

Die enge Ausrichtung an Nvidias Roadmap gilt als wichtiger Faktor. Nvidia-CEO Jensen Huang hatte auf der CES bestätigt, dass der nächste „Vera Rubin“-KI-Chip früher als geplant in die Vollproduktion geht. Das unterstützt Anbieter, die auf diese Plattform setzen.

Die schnelle Expansion ist allerdings mit Risiken verbunden. Analysten verweisen insbesondere auf mögliche Engpässe bei der Stromversorgung und Verzögerungen beim Bau neuer Rechenzentren. Die geplanten Kapazitäten müssen rechtzeitig ans Netz gehen, um die zugesagten GPU-Ressourcen vermarkten zu können.

Chartbild und Bewertung

Aus technischer Sicht deutet sich bei der Nebius-Aktie ein Ausbruch aus einer Konsolidierungsphase an. Marktbeobachter werten die Bewegung vom Freitag als Breakout aus einer sogenannten „Stage-One-Base“, die häufig am Beginn eines neuen Trends steht.

Die Aktie weist mit einem Beta von 4,00 eine deutlich höhere Schwankungsbreite als der Gesamtmarkt auf. Entsprechend reagiert der Titel empfindlich auf Veränderungen in der Stimmung gegenüber Halbleitern und KI-Themen.

Auf Bewertungsseite wird die Aktie aktuell mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 5,0 gehandelt. Dieses Niveau setzt voraus, dass die Ausbaupläne konsequent und ohne größere Rückschläge umgesetzt werden.

Im Fokus steht nun vor allem die Umsetzung des Microsoft-Vineland-Rechenzentrumsprojekts, das ab Ende 2026 Kapazität liefern soll. Kurzfristig gilt die Zone um 110 US-Dollar als wichtige Marke, während mittelfristig das durchschnittliche Analystenziel von 142 US-Dollar als Referenz für weiteres Potenzial dient.

Nebius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nebius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nebius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...