Ein ungewöhnlicher Schritt der US-Regierung stellt die Perspektiven für MP Materials grundlegend neu auf. Ein langfristiger Liefervertrag mit dem Militär und ein direkter Einstieg des Staates als größter Aktionär verändern sowohl die Finanzierung als auch die Planungssicherheit des Selten­erd-Produzenten. Für die Bewertung des Unternehmens entsteht damit eine neue Ausgangsbasis.

Regierung steigt groß ein

Die US-Regierung hat Aktien von MP Materials im Wert von 400 Millionen US-Dollar erworben und ist damit größter Anteilseigner geworden. Der direkte Einstieg unterstreicht die politische und strategische Bedeutung des Unternehmens für die heimische Versorgung mit Seltenen Erden.

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Der Kapitalzufluss stärkt die Bilanz und verschafft zusätzlichen finanziellen Spielraum. Gleichzeitig signalisiert der Staat damit, dass MP Materials eine zentrale Rolle in der US-Lieferkette für kritische Rohstoffe einnehmen soll.

Langfristige Preisgarantie

Kernstück der neuen Partnerschaft ist ein zehnjähriger Liefervertrag mit dem US-Militär. Vereinbart wurde ein Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für die Produkte des Unternehmens.

Diese Preisuntergrenze reduziert die sonst übliche Preisschwankung im Rohstoffsektor deutlich und macht künftige Erlösströme kalkulierbarer. Damit verbessert sich die Planbarkeit von Investitionen und die Position im globalen Wettbewerb um Seltene Erden.

Stichpunkte zu den zentralen Eckdaten:

  • 10-jähriger Liefervertrag mit dem US-Militär
  • Mindestpreis von 110 US-Dollar je Kilogramm
  • 400 Millionen US-Dollar Eigenkapitalinvestition durch die US-Regierung
  • 15 % durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr über fünf Jahre trotz jüngster Schwäche

Reaktion an der Börse

Die Aktie reagierte zuletzt mit spürbarer Volatilität auf die strategischen Neuigkeiten. An einem Handelstag legte der Kurs um 3,4 % zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 30 % zu Buche. Damit preist der Markt bereits einen Teil der neuen Perspektiven ein.

Auf Analystenseite fällt das Bild ebenfalls positiv aus. William Blair hat die Beobachtung Mitte Januar mit einem „Outperform“-Rating aufgenommen. Im Konsens ergibt sich derzeit eine Einstufung als „Moderate Buy“.

Neue finanzielle Ausgangslage

Operativ hatte MP Materials zuletzt Gegenwind: Im jüngsten Quartal sanken die Erlöse im Jahresvergleich um 14,9 %. Gleichzeitig weist das Unternehmen über die vergangenen fünf Jahre einen durchschnittlichen jährlichen Umsatzanstieg von 15 % auf.

Mit den neuen Vereinbarungen verschieben sich die Rahmenbedingungen deutlich. Die Kombination aus staatlicher Beteiligung, langfristiger Abnahmevereinbarung und Preisuntergrenze schafft eine stabilere Grundlage für künftige Prognosen und die Unternehmensbewertung. Parallel dazu gab es Insideraktivität: Der CEO veräußerte Anfang Januar Aktien im Wert von rund 19,2 Millionen US-Dollar – ein Vorgang, der vor dem Hintergrund der neuen Struktur besonders aufmerksam verfolgt werden dürfte.

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