MP Materials Aktie: Politikwende
Der Rückenwind aus Washington bekommt Risse. Berichte über eine Kehrtwende bei staatlich garantierten Mindestpreisen für US-Projekte im Bereich kritischer Mineralien haben die Stimmung im Sektor belastet – und MP Materials geriet dabei besonders unter Druck. Denn plötzlich steht nicht nur die künftige Förderpolitik zur Debatte, sondern auch, wie weit die Regierung bei Preisstützen überhaupt gehen will.
Wichtigste Punkte auf einen Blick:
- Regierung soll von generellen Mindestpreis-Garantien für kritische Mineralien abrücken
- Bestehender Deal von MP Materials mit dem Pentagon bleibt laut Bericht unverändert
- Quartalszahlen (Q4 2025) kommen am 26. Februar nach US-Börsenschluss
Abkehr von Preisstützen – das Signal an die Branche
Laut einem Reuters-Bericht sagten ranghohe Vertreter der Trump-Regierung in einem Treffen hinter verschlossenen Türen zu US-Managerkreisen aus dem Rohstoffbereich, neue Projekte müssten ohne staatliche Preisunterstützung wirtschaftlich funktionieren. Audrey Robertson, Assistant Secretary im US-Energieministerium und Leiterin des zuständigen Büros für kritische Mineralien, soll dabei deutlich geworden sein: Man sei nicht da, um Projekte mit Preisgarantien „zu stützen“.
Das ist eine klare Kursänderung. Im vergangenen Sommer hatten Regierungsvertreter demnach noch signalisiert, die an MP Materials geknüpfte Preisuntergrenze sei „kein Einzelfall“ – und man arbeite an ähnlichen Lösungen für weitere Projekte.
Der MP-Deal gilt weiter – doch er bleibt politisch heikel
Die berichtete Politikwende betrifft das bestehende Abkommen von MP Materials nicht. Im Juli 2025 hatte das Unternehmen eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium (DoD) vereinbart. Kernpunkte: eine Preisuntergrenze über 10 Jahre von mindestens 110 US-Dollar je Kilogramm für NdPr-Produkte (Neodym-Praseodym) sowie eine Investition des DoD über 400 Millionen US-Dollar in Vorzugsaktien.
Allerdings verweist Reuters darauf, dass genau diese Investition intern und im Kongress für Unruhe sorgt – mit Blick auf die Frage der Haushalts- und Finanzierungsfreigaben. Dem Bericht zufolge hat eine Untersuchung des Senate Armed Services Committee Pentagon-Mitarbeiter aufgefordert, die Preisunterstützung zu erläutern. Was bedeutet das konkret für MP Materials? Der Deal selbst bleibt zwar bestehen, aber die politische Debatte erhöht die Unsicherheit rund um künftige, vergleichbare Programme.
Wettbewerber mit anderem Paket – Zahlen rücken näher
In derselben Woche sicherte sich USA Rare Earth laut Bericht ein Finanzierungspaket über 1,6 Milliarden US-Dollar: 277 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln plus ein Darlehen über 1,3 Milliarden US-Dollar unter dem CHIPS Act. Auffällig: Eine Mindestpreis-Garantie war dabei nicht Teil der Vereinbarung – ein deutlicher Unterschied zu den Konditionen bei MP Materials.
USA Rare Earth erklärte zudem, man wolle ähnliche Seltene Erden am offenen Markt für 125 US-Dollar je Kilogramm kaufen – also über der für MP Materials garantierten Untergrenze von 110 US-Dollar.
Operativ richtet sich der Blick nun auf die kommenden Zahlen: MP Materials veröffentlicht die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 am Donnerstag nach US-Börsenschluss. Die Telefonkonferenz folgt um 14:00 Uhr Pacific Time (17:00 Uhr Eastern Time). Im letzten Quartalsbericht (Q3 2025) meldete das Unternehmen eine Rekordproduktion von 721 Tonnen NdPr, ein Plus von 51% gegenüber dem Vorjahr, sowie liquide Mittel und kurzfristige Anlagen von zusammen 1,94 Milliarden US-Dollar.
MP Materials-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MP Materials-Analyse vom 07. Februar liefert die Antwort:
Die neusten MP Materials-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MP Materials-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
MP Materials: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








