MP Materials Aktie: Politik bremst
MP Materials geriet diese Woche spürbar unter Druck. Auslöser waren Berichte, dass die Trump-Regierung von Plänen abrückt, Mindestpreise für Projekte rund um „kritische Mineralien“ staatlich abzusichern. Das trifft die Stimmung im gesamten Sektor – auch wenn bestehende Verträge davon nicht automatisch betroffen sind.
Washington rudert zurück
Wie Reuters berichtet, will die Regierung keine sogenannten „Price-Floor“-Garantien mehr anbieten. Bei einem nicht öffentlichen Treffen erklärten ranghohe Vertreter aus Energieministerium und Handelsministerium demnach, neue Projekte müssten ihre Wirtschaftlichkeit ohne staatliche Preisuntergrenzen nachweisen.
Als Gründe nannten die Behörden laut Bericht fehlende Mittel aus dem Kongress sowie die praktische Schwierigkeit, „Marktpreise“ administrativ festzulegen. Gleichzeitig würde sich Washington damit von G7-Partnern abgrenzen, die über gemeinsame Preisstützungsmodelle diskutieren.
Sonderfall MP Materials: Vertrag gilt – aber Nachfragen bleiben
Für MP Materials ist der Kurswechsel besonders relevant, weil das Unternehmen bereits im Juli 2025 eine Investition des US-Verteidigungsministeriums über 400 Mio. US-Dollar gesichert hatte. Bestandteil war eine Preisuntergrenze für Neodym-Praseodym-Produkte (NdPr): mindestens 110 US-Dollar pro Kilogramm über zehn Jahre. Diese Vereinbarung wurde vor dem aktuellen Kurswechsel geschlossen und sollte weiterhin verbindlich sein.
Trotzdem sorgt politische Kontrolle für zusätzliche Unsicherheit. Laut Reuters-Quellen hat der Senatsausschuss für Streitkräfte (Senate Armed Services Committee) Treffen mit Pentagon-Mitarbeitern angefragt, um nachzuvollziehen, warum MP Materials eine solche Preisuntergrenze erhalten hat. Genau diese Debatte dürfte Anleger nervös machen: Bleibt das Instrument politisch akzeptiert, oder wird es zum Streitpunkt?
Wichtige Punkte im Überblick:
- Reuters: Regierung will keine neuen Mindestpreis-Garantien für kritische Mineralien mehr zusagen
- MP Materials: DOD-Deal aus 2025 enthält Preisuntergrenze von 110 USD/kg NdPr für 10 Jahre
- Senatsausschuss: will Hintergründe zur Preisuntergrenze bei MP Materials prüfen
Konkurrenz setzt auf Marktpreise
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam der Sektor, weil USA Rare Earth in derselben Woche ein umfangreiches Paket an staatlicher Unterstützung bekam: 277 Mio. US-Dollar an Bundesmitteln plus ein Darlehen über 1,3 Mrd. US-Dollar im Rahmen des CHIPS Act. Auffällig: In dieser Vereinbarung gab es laut Bericht keine Preisuntergrenze. Stattdessen basiert sie auf Marktpreisen – Reuters zufolge bei 125 US-Dollar pro Kilogramm NdPr.
Das unterstreicht, wie unterschiedlich die Konditionen ausfallen können: MP Materials verfügt über einen älteren Deal mit Mindestpreis, während neue Unterstützung offenbar stärker ohne Preisabsicherung auskommt.
Am 26. Februar legt MP Materials die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor; der Conference Call ist für 17:00 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt. Dann dürften neben operativen Kennzahlen vor allem Aussagen des Managements wichtig werden, wie das Unternehmen die veränderten politischen Leitplanken einordnet.
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