Der Kurs von MP Materials geriet diese Woche spürbar ins Rutschen. Auslöser war ein Reuters-Bericht, wonach die Trump-Regierung von Plänen abrückt, für künftige US-Projekte bei kritischen Mineralien Mindestpreise zu garantieren. Genau dieses Instrument gilt in der Branche als wichtiger Hebel, um Investitionen kalkulierbarer zu machen.

Wichtig für Anleger: Das Unternehmen betont, dass der bestehende Vertrag mit der US-Regierung davon nicht betroffen ist.

  • Reuters: Rückzug von Mindestpreis-Garantien für künftige Projekte
  • MP Materials: Keine Änderung am bestehenden Vertrag und an staatlichen Verpflichtungen
  • Nächster Termin: Q4/2025-Zahlen am 26. Februar (nach US-Börsenschluss)

Reuters-Bericht trifft den Sektor

Reuters berichtete am Donnerstag, die Regierung ziehe sich von der Idee zurück, Mindestpreise für Projekte zu kritischen Mineralien in den USA zu garantieren. Als Gründe nannte die Nachrichtenagentur unter Berufung auf mehrere Quellen begrenzte Finanzierungsspielräume im Kongress sowie die Schwierigkeit, marktgerechte Preise festzulegen.

Laut Reuters soll die Botschaft auch in einem nicht öffentlichen Treffen Anfang des Monats klar geworden sein: Projekte müssten ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit ohne staatliche Preisstützen nachweisen.

Bestehender DoD-Vertrag bleibt unverändert

Die entscheidende Einschränkung: Der Politikwechsel soll sich auf zukünftige Vereinbarungen beziehen. Die bestehende Regelung von MP Materials bleibt nach Angaben des Unternehmens unberührt.

Hintergrund ist ein Deal aus dem Sommer 2025. Damals investierte das US-Verteidigungsministerium (DoD) 400 Millionen US-Dollar in wandelbare Vorzugsaktien und schloss einen 10-jährigen Liefervertrag ab. Darin enthalten ist ein Mindestpreis („Price Floor“) von mindestens 110 US-Dollar je Kilogramm für Neodym-Praseodym (NdPr).

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MP Materials widersprach der Darstellung über die Plattform X und erklärte, es gebe keine Änderungen am Vertrag oder an den Verpflichtungen der Regierung. Den Reuters-Bericht bezeichnete das Unternehmen als „ungenaue“ und „irreführende“ Darstellung.

Rückenwind oder Risiko: Was bedeutet das für die Kursreaktion?

Die Verkaufswelle traf nicht nur MP Materials. Reuters zufolge gerieten auch andere Werte aus dem Sektor unter Druck; die in Australien gelistete Lynas Rare Earths fiel nach Veröffentlichung der Meldung zwischenzeitlich um mehr als 10%.

Reuters verwies zudem darauf, dass die Regierung nach dem MP-Deal auch bei weiteren Unternehmen im Bereich kritischer Mineralien Eigenkapitalinvestitionen getätigt habe, darunter Lithium Americas, Trilogy Metals und USA Rare Earth. Diese späteren Investitionen hätten jedoch keine Mindestpreis-Garantien enthalten – was die Debatte über die künftige Rolle dieses Instruments anheizte.

Zusätzliche Aufmerksamkeit kommt aus dem Senat: Reuters berichtete, Mitglieder des Senate Armed Services Committee hätten ein Treffen mit Pentagon-Mitarbeitern angefordert. Dabei gehe es um die Frage, warum MP Materials eine Preisuntergrenze erhielt und wie die übergeordnete Strategie bei Investments im Mineraliensektor aussieht.

Am Donnerstag kündigte MP Materials außerdem an, die Zahlen für das vierte Quartal 2025 am 26. Februar nach US-Börsenschluss zu veröffentlichen. Am selben Tag ist eine Telefonkonferenz samt Webcast um 14:00 Uhr Pacific Time (17:00 Uhr Eastern Time) geplant.

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