Die Aktie von MP Materials erlebte eine starke Woche, getrieben von geopolitischen Spekulationen und Hoffnungen auf neue Lieferketten. Doch ausgerechnet in diese Aufwärtsbewegung hinein trennte sich CEO James H. Litinsky von einem signifikanten Aktienpaket. Anleger fragen sich nun: Was bedeutet dieser Schritt für die Nachhaltigkeit des jüngsten Kursanstiegs?

Millionenverkauf nach Plan

Laut aktuellen SEC-Unterlagen veräußerte Litinsky am 7. und 8. Januar insgesamt 300.000 Aktien über einen Treuhandfonds. Der Erlös beläuft sich auf rund 19,2 Millionen US-Dollar, wobei die Verkaufspreise im Durchschnitt knapp über 64 US-Dollar lagen.

Wichtig für die Einordnung ist der Hintergrund der Transaktion: Die Verkäufe erfolgten im Rahmen eines sogenannten "Rule 10b5-1"-Handelsplans, den der CEO bereits im September 2025 aufgesetzt hatte. Solche Pläne legen Verkäufe zu festen Zeitpunkten fest, um den Verdacht auf Insiderhandel auszuschließen. Trotz dieser Gewinnmitnahmen bleibt Litinsky mit über 13 Millionen direkt und indirekt gehaltenen Anteilen der dominante Aktionär. Der Verkauf entspricht lediglich einer Reduzierung seiner Position um etwa 2 Prozent.

Spekulation trifft auf Realität

Der Zeitpunkt der Transaktion fällt dennoch auf, da die MP Materials Aktie in der vergangenen Woche um rund 11 Prozent zulegte. Marktgerüchte über einen möglichen Zugriff der USA auf Seltenerd-Vorkommen im venezolanischen Orinoco-Gürtel beflügelten den Kurs. Investoren spekulierten darauf, dass MP Materials bei einer diplomatischen Öffnung eine Schlüsselrolle bei der Verarbeitung dieser Mineralien spielen könnte.

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Analysten mahnen hier jedoch zur Vorsicht. Berichte deuten darauf hin, dass die Ressourcen in Venezuela bisher kaum verifiziert sind und die notwendige Infrastruktur fehlt. Die Kursgewinne basieren demnach eher auf geopolitischer Hoffnung als auf konkreten Verträgen oder einer gesicherten Versorgungslage.

Strategische Basis intakt

Unabhängig von den kurzfristigen Schwankungen und den Insiderverkäufen bleibt die fundamentale Ausrichtung des einzigen großen Seltenerd-Produzenten der westlichen Hemisphäre stabil. Das Unternehmen profitiert weiterhin von festen Partnerschaften, unter anderem mit dem US-Verteidigungsministerium und General Motors.

Obwohl MP Materials im dritten Quartal 2025 einen Nettoverlust auswies, übertraf der Umsatz die Erwartungen der Analysten. Dies signalisiert eine operative Widerstandsfähigkeit, selbst in einem Umfeld niedriger Preise für seltene Erden.

Kurzfristig könnte das Niveau um 64 US-Dollar, zu dem der CEO verkaufte, als technischer Widerstand wirken. Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte sich nun wieder auf die harten Fakten richten: Ende Februar legt das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden dann die realisierten Preise für Neodym-Praseodym sowie der Fortschritte beim Ausbau der Magnetproduktion in Texas sein.

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