Der US-Seltenerd-Produzent MP Materials durchläuft an der Börse derzeit eine turbulente Phase. Trotz hoher Volatilität und eines spürbaren Kursrücksetzers am Donnerstag halten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Während der Kurs nach einer starken Rallye zu Jahresbeginn korrigiert, stellt sich die Frage: Bietet die Diskrepanz zwischen Marktbewegung und Expertenmeinung eine Chance für Anleger?

Hohe Volatilität nach Rekordjagd

Am gestrigen Donnerstag gab die Aktie rund 4 Prozent nach und schloss bei 66,70 US-Dollar, nachdem sie im Handelsverlauf noch deutlich höher notiert hatte. Dieser Rückgang ist Teil einer unruhigen Handelswoche, in der der Kurs innerhalb weniger Tage zwischen 62,20 und 70,07 US-Dollar schwankte. Das Handelsvolumen lag dabei mit rund 10,5 Millionen Aktien über dem täglichen Durchschnitt.

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Trotz des jüngsten Dämpfers zeigt das übergeordnete Bild weiterhin Stärke: Seit Jahresbeginn 2026 liegt der Titel über 30 Prozent im Plus. Die aktuelle Bewegung wird von Marktbeobachtern als Konsolidierung nach dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs von 100,25 US-Dollar im Oktober gewertet.

Breite Unterstützung der Wall Street

Ungeachtet der kurzfristigen Schwankungen ist das Stimmungsbild unter Analysten bemerkenswert positiv. Alle 17 Experten, die den Titel beobachten, raten zum Kauf. William Blair nahm die Bewertung erst am 13. Januar mit einem "Outperform"-Rating auf. Die Bank of America sieht das Kursziel sogar bei 112 US-Dollar, während Goldman Sachs 77 US-Dollar und JPMorgan 74 US-Dollar als Zielmarken ausgeben. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 79 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus deutliches Aufwärtspotenzial signalisiert.

Strategische Transformation als Kurstreiber

Der Optimismus der Experten stützt sich primär auf die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Durch Partnerschaften mit dem US-Verteidigungsministerium und Apple wandelt sich MP Materials vom reinen Bergbaukonzern zu einem integrierten Hersteller von Magneten.

Wichtige Eckpfeiler dieser Entwicklung sind:
* Investitionen des Verteidigungsministeriums in Höhe von 400 Millionen US-Dollar.
* Ein Joint Venture mit dem saudischen Bergbauunternehmen Maaden.
* Die Planung eines Magnet-Fertigungscampus in Texas.
* Eine Steigerung der NdPr-Produktion um 51 Prozent im dritten Quartal 2025.

Finanzen und Insider-Aktivitäten

Bilanziell befindet sich MP Materials am Wendepunkt. Während im dritten Quartal 2025 noch ein Verlust ausgewiesen wurde, rechnen Prognosen für das vierte Quartal mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Unterstützt wird dies durch Preissicherungsvereinbarungen, die dem Unternehmen finanzielle Stabilität verleihen.

Für Aufmerksamkeit sorgten zuletzt Aktienverkäufe von CEO James Litinsky. Anfang Januar veräußerte er Anteile im Wert von rund 19,2 Millionen US-Dollar. Da diese Transaktionen jedoch im Rahmen eines bereits im September fixierten automatischen Handelsplans stattfanden und Litinsky weiterhin über 12,8 Millionen Aktien hält, werten Analysten diesen Schritt nicht als Misstrauensvotum.

Der nächste entscheidende Termin für Investoren ist die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 18. oder 19. Februar 2026. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 91 Millionen US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,02 US-Dollar. Sollte das Unternehmen diese Rückkehr zur Profitabilität bestätigen, könnte dies die aktuelle Volatilität fundamental untermauern.

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