Mobotix hat den Turnaround geschafft. Nach einem verlustreichen Vorjahr kehrt der Spezialist für Videosysteme schneller als erwartet in die Gewinnzone zurück. Doch kann das starke US-Wachstum die Schwächen in anderen Regionen dauerhaft ausgleichen?

Die nun bestätigten Zahlen für das Geschäftsjahr 2024/25 belegen eine deutliche Erholung. Während der Umsatz moderat um 6,2 Prozent auf 52,7 Millionen Euro stieg, beeindruckt vor allem die Entwicklung beim operativen Ergebnis (EBIT). Hier gelang mit 8,3 Millionen Euro der Sprung aus dem tiefroten Bereich des Vorjahres, in dem noch ein Verlust von 3,1 Millionen Euro verbucht werden musste. Unter dem Strich steht ein Konzernergebnis von 2,8 Millionen Euro.

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USA als Wachstumstreiber

Maßgeblich für den Aufschwung ist das Geschäft in Nordamerika. In den USA verzeichnete Mobotix ein Umsatzplus von 46 Prozent. Die Marke gewinnt im wichtigsten Markt für Sicherheitstechnologie spürbar an Relevanz zurück. Im Gegensatz dazu schwächelt die Region Asien-Pazifik mit einem Rückgang von 23 Prozent. Das Management reagierte bereits mit personellen Neubesetzungen im Vertrieb, um die Marktposition dort zu stabilisieren.

Technologisch zahlt sich die Konzentration auf spezialisierte Lösungen aus. Besonders die Nachfrage nach Thermalkameras zog an: Mit einem Plus von 40 Prozent steuert diese Produktgruppe mittlerweile 18 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Durch die Integration von KI-gestützten Bildanalysen versucht das Unternehmen, sich weiter vom preisgetriebenen Standardmarkt für Überwachungskameras abzuheben.

Finanzspritze durch Großaktionär

Die Bilanz erfährt durch den Mehrheitsaktionär Certina eine wesentliche Entlastung. Ein Forderungsverzicht in Höhe von 12,0 Millionen Euro auf Gesellschafterdarlehen verbesserte die Eigenkapitalquote auf 21,3 Prozent. Zwar ist die Maßnahme an einen Besserungsschein für die Zeit nach 2028 geknüpft, doch aktuell reduziert sie die Zinslast erheblich. Der verbesserte Cashflow verschafft dem Management Spielraum für Investitionen in die Produktentwicklung.

Im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 liegt die Priorität auf weiterer Effizienzsteigerung. Geplante Kosteneinsparungen von 6,0 Millionen Euro sollen die Profitabilität absichern. Dem stehen Einmalkosten für die Restrukturierung in Höhe von 2,1 Millionen Euro gegenüber, die das Ergebnis im aktuellen Turnus belasten werden. Ob die Dynamik im US-Markt ausreicht, um die notwendigen Korrekturen in Asien abzufedern, wird die zentrale Entwicklung der kommenden Monate sein.

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