Während der Aktienkurs schwächelt, baut der Technologieriese im Hintergrund massiv um. Neben einer umfassenden Neuaufstellung der Personalabteilung treibt das Management eine ungewöhnliche Allianz mit Nvidia voran, um künstliche Intelligenz in die Atomkraft zu bringen. Diese strategischen Weichenstellungen fallen in eine Phase spürbarer Verunsicherung der Anleger.

KI trifft auf Atomkraft

Um den gewaltigen Energiehunger künftiger Rechenzentren zu stillen, setzen Microsoft und Nvidia auf Kernenergie. Die neue Initiative zielt darauf ab, den extrem langwierigen Genehmigungsprozess für Atomkraftwerke durch KI-Simulationen zu beschleunigen.

Erste Erfolge sind bereits messbar. Das Partnerunternehmen Aalo Atomics konnte den bürokratischen Aufwand für Genehmigungen um 92 Prozent reduzieren und dadurch schätzungsweise 80 Millionen US-Dollar einsparen. Auch andere Start-ups nutzen die Microsoft-Plattform mittlerweile, um komplexe Baudaten und Projektverläufe digital zu verwalten.

Fokus auf KI-Talente

Parallel zur technologischen Expansion ordnet der Konzern seine internen Strukturen neu. Die bisherige Diversity-Chefin Lindsay-Rae McIntyre verlässt das Unternehmen Ende März. Ihr Abgang ist Teil einer größeren Umstrukturierung der Personalabteilung, die Richtlinien und Vergütungsmodelle für über 220.000 Mitarbeiter betrifft.

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Ziel der Maßnahme ist es, die Talentakquise noch zielgerichteter auf den Ausbau von Rechenzentren und das Wachstum von Software-Produkten wie dem Copilot auszurichten. Dafür bündelt das Management verschiedene Personalbereiche unter neuer Führung.

Diskrepanz zwischen Kurs und Geschäft

An der Börse wird diese strategische Neuausrichtung derzeit mit Zurückhaltung quittiert. Der Titel markierte am Mittwoch bei 321,10 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 20 Prozent.

Analysten verweisen allerdings auf die ungebrochene operative Stärke. Im abgelaufenen Quartal beschleunigte sich das Wachstum der Cloud-Sparte Azure auf 39 Prozent, maßgeblich angetrieben durch einen Anstieg bei KI-Diensten. Zudem verdoppelte sich der vertraglich gesicherte Auftragsbestand auf 625 Milliarden US-Dollar, was eine massive Pipeline für zukünftige Umsätze signalisiert.

Ende April präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Im Fokus stehen dann die konkreten Wachstumsraten bei Azure, die Abonnentenzahlen für den Copilot sowie die Prognosen für die anstehenden Kapitalausgaben im Infrastrukturbereich.

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