Microsoft Aktie: Zahlen & KI-Chip
Microsoft steht vor zwei entscheidenden Tagen: Morgen nach US-Börsenschluss legt der Konzern seine Quartalszahlen vor, parallel zündet er die nächste Stufe seiner KI-Hardwarestrategie mit dem neuen „Maia 200“-Chip. Im Kern geht es um eine Frage: Reicht das Wachstum im Cloud-Geschäft aus, um die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur zu rechtfertigen?
Hohe Erwartungen an Q2
Am Mittwochabend präsentiert Microsoft die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Messlatte liegt hoch:
Analysten rechnen laut TipRanks und finanzen.ch mit einem Gewinn je Aktie von rund 3,91 US‑Dollar – etwa 21 % mehr als im Vorjahr. Der Umsatz soll um rund 15,3 % auf etwa 80,31 Milliarden US‑Dollar steigen.
Im Fokus steht erneut der Bereich Intelligent Cloud mit der Plattform Azure. Experten erwarten hier ein Wachstum von rund 37 % bei konstanten Wechselkursen. Noch wichtiger für viele Großanleger dürfte allerdings der Blick auf die Investitionen sein: Microsoft hat seine Ausgaben für KI-Infrastruktur massiv hochgefahren. Für das zweite Quartal allein liegen die Konsensschätzungen von CNBC bei rund 36,25 Milliarden US‑Dollar an Investitionen – ein Plus von etwa 60 % gegenüber dem Vorjahr.
Daran wird sich zeigen, ob das Management den Spagat aus aggressivem Ausbau der KI-Kapazitäten und profitabler Geschäftsentwicklung überzeugend begründen kann.
Maia 200: Eigener Chip gegen Nvidia-Abhängigkeit
Kurz vor dem Zahlenwerk rückt ein anderes Thema in den Vordergrund: Microsoft treibt seine Hardware-Offensive voran und bringt mit dem „Maia 200“ die zweite Generation seines eigenen KI-Beschleunigers an den Start.
Nach Berichten von NTG24 und sharedeals.de soll der neue Chip rund 30 % bessere Kosten-Effizienz bieten als bestehende Lösungen. Strategisch geht es darum, die starke Abhängigkeit von teuren Nvidia-GPUs zu reduzieren und mehr Wertschöpfung in die eigene Hand zu holen.
Geplant ist der Einsatz des Maia 200 in Rechenzentren unter anderem in Arizona und Iowa. Technisch setzt Microsoft auf 216 GB HBM3e-Speicher – ausgelegt auf die hohen Anforderungen beim Training großer Sprachmodelle. Gelingt dieser Schritt, könnte das mittelfristig die Marge im Cloud- und KI-Geschäft entlasten.
Marktreaktion und Analystensicht
Trotz der starken operativen Entwicklung hat die Aktie in den vergangenen Monaten teilweise hinter dem S&P 500 zurückgelegen. Anleger reagierten zuletzt zurückhaltender, weil die KI-Investitionen in dieser Größenordnung kurzfristig auf die Cashflows drücken und der konkrete Ertrag aus diesen Ausgaben noch klarer sichtbar werden muss.
Der Analystenkonsens bleibt dennoch deutlich positiv. Raymond James bestätigte am 26. Januar sein „Outperform“-Votum, und auch an der Wall Street überwiegen Kaufempfehlungen. Die durchschnittlichen Kursziele liegen spürbar über dem aktuellen Niveau. Heute notiert die Aktie bei rund 474,80 US‑Dollar und damit nur wenige Prozent unter ihrem 52‑Wochen-Hoch.
Hinzu kommt der übergeordnete Rahmen: Diese Woche gilt als „Super Week“ für US-Tech-Werte. Neben Microsoft legen auch Meta und Tesla am Mittwoch Zahlen vor, Apple folgt am Donnerstag. Die Reaktion des Marktes darauf, wie Microsoft hohe Investitionen und Cloud-Wachstum miteinander verbindet, dürfte ein wichtiges Stimmungsbarometer für den gesamten Technologiesektor werden.
Fazit: Zwei Bewährungsproben in 48 Stunden
In den kommenden zwei Tagen muss Microsoft an zwei Fronten überzeugen: mit harten Zahlen zum zweiten Quartal und mit einem glaubwürdigen Fahrplan, wie die teuren KI-Investitionen – inklusive des neuen Maia-200-Chips – sich in profitablem Wachstum auszahlen sollen. Gelingt beides, könnte der Konzern nicht nur seine aktuelle Bewertung untermauern, sondern auch die Richtung für Big Tech im weiteren Jahresverlauf vorgeben.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








