Microsoft steht vor einem entscheidenden Abend: Nach Börsenschluss präsentiert der Tech-Gigant heute seine Zahlen für das zweite Quartal. Doch während der Markt primär auf das Cloud-Wachstum blickt, schafft der Konzern im Hintergrund bereits Fakten im Hardware-Bereich. Mit der Einführung einer neuen Chip-Generation will sich das Unternehmen schrittweise aus der Abhängigkeit von Nvidia lösen.

Fokus auf Cloud und Copilot

Im Zentrum der heutigen Veröffentlichung steht das Cloud-Geschäft. Analysten rechnen beim Konzernumsatz mit rund 80,3 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Besonders die Azure-Sparte muss liefern: Hier liegen die Erwartungen für das währungsbereinigte Wachstum zwischen 37 und 40 Prozent.

Marktbeobachter warten zudem auf konkrete Hinweise, wie erfolgreich die Monetarisierung des KI-Assistenten „Microsoft 365 Copilot“ verläuft. Berichte, wonach 36 Prozent der Unternehmen planen, das Tool in den kommenden zwölf Monaten einzuführen, haben die Erwartungshaltung zuletzt weiter angeheizt.

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Strategische Unabhängigkeit durch "Maia 200"

Bereits vor den Finanzdaten sorgte eine strategische Meldung für Aufsehen: Microsoft beginnt mit der Auslieferung seines eigenen KI-Chips „Maia 200“ an Rechenzentren in Arizona und Iowa. Dieser Schritt zielt darauf ab, die langfristige Abhängigkeit von Nvidias Lieferketten zu reduzieren. Durch die vertikale Integration der Infrastruktur möchte der Konzern Kosten optimieren und sich gegen mögliche Engpässe absichern.

Parallel dazu treibt Microsoft die praktische Anwendung seiner KI voran. Eine kürzlich geschlossene Partnerschaft mit Richtech Robotics soll Service-Roboter über die Azure-Plattform mit intelligenteren Entscheidungsfähigkeiten ausstatten.

Analysten bleiben optimistisch

Die Stimmung im Vorfeld der Zahlen ist positiv, was sich auch im Kurs widerspiegelt: Auf Wochensicht legte die Aktie um 8,61 Prozent zu und notierte gestern bei 477,52 Dollar. Finanzinstitute wie Jefferies und UBS bestätigten kurz vor dem Termin ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von bis zu 675 Dollar. Sie setzen darauf, dass Microsoft die hohen Investitionen in die Infrastruktur erfolgreich monetarisieren kann.

Die Reaktion auf die heutigen Quartalszahlen wird maßgeblich davon abhängen, ob Microsoft belegen kann, dass die massiven Ausgaben für die neue Chip-Infrastruktur und Rechenzentren mit dem Wachstum der Cloud-Erlöse Schritt halten.

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