Die Microsoft-Aktie hat zum Wochenstart wieder Boden gutgemacht. Am Montag legte der Titel um knapp 3 Prozent zu und kostete damit rund 412 Dollar. Doch der Blick zurück zeigt das eigentliche Bild: Seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 28. Januar – damals noch bei 482 Dollar – hat die Aktie über 14 Prozent verloren. Die fundamental soliden Ergebnisse konnten die Erwartungen der Anleger offenbar nicht erfüllen.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Microsoft den Umsatz auf 81,27 Milliarden Dollar und übertraf damit die Schätzungen von 80,27 Milliarden Dollar. Auch beim Gewinn je Aktie lag der Konzern mit 4,14 Dollar über den prognostizierten 3,97 Dollar. Trotzdem blieb die Kursreaktion verhalten – und das hat Gründe.

Azure-Wachstum enttäuscht Hoffnungen

Das Cloud-Geschäft Azure wuchs zwar weiter stark, doch für das laufende dritte Quartal stellte Microsoft lediglich ein Wachstum von 37 bis 38 Prozent in Aussicht. Das trifft zwar den Konsens von 37,1 Prozent, doch viele Investoren hatten auf eine Beschleunigung gehofft. Stattdessen stabilisiert sich das Wachstum auf hohem Niveau – für einen Marktführer im KI-Zeitalter reicht das vielen nicht mehr aus.

Hinzu kommt die Abhängigkeit von OpenAI. Microsoft gab bekannt, dass der KI-Partner rund 45 Prozent der vertraglich gesicherten künftigen Umsätze ausmacht. Bei einer Gesamt-Pipeline von 625 Milliarden Dollar – ein Plus von 110 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ist diese Konzentration auf einen einzigen Großkunden aus Risikosicht erheblich.

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Investitionen belasten Marge

Die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur schlagen ebenfalls zu Buche. Im vergangenen Quartal investierte Microsoft 37,5 Milliarden Dollar in Capex und Finanzierungsleasing. Gleichzeitig deutet der Ausblick auf einen leichten Rückgang der operativen Marge auf etwa 45,1 Prozent hin – unter dem Konsens von 45,5 Prozent.

Die US-Investmentbank Stifel zog daraus Konsequenzen: Analyst Brad Reback stufte die Aktie von Buy auf Hold herab und senkte das Kursziel deutlich von 540 auf 392 Dollar. Seine Begründung: steigende KI-Investitionen, zunehmender Cloud-Wettbewerb und zu optimistische Markterwartungen bei Umsatz und Gewinn.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie weiter im übergeordneten Aufwärtstrend, da noch kein relevantes Zwischentief unterschritten wurde. Die erste wichtige Unterstützungszone liegt im Bereich von 400 bis 420 Dollar – genau dort, wo der Kurs aktuell handelt. Darunter folgen weitere Auffanglinien zwischen 340 und 360 Dollar. Die gleitenden Durchschnitte bei 487 Dollar (200-Tage-Linie) und 490 Dollar (100-Tage-Linie) zeigen den Abstand nach oben. Auf der Oberseite wartet erst bei knapp 560 Dollar wieder ein nennenswerter Widerstand.

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