Microsoft Aktie: Kosten im Fokus
Microsofts KI-Strategie wird an der Börse gerade auf die Probe gestellt. Nicht, weil das Thema künstliche Intelligenz an Glanz verloren hätte – sondern weil der Preis dafür immer sichtbarer wird. Entscheidend ist jetzt, ob sich die Milliarden für Rechenzentren schnell genug in belastbare Erlöse übersetzen lassen.
Analysten werden vorsichtiger
Gestern hat Melius Research die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und ein Kursziel von 430 US-Dollar genannt. Der Kern der Kritik: Microsoft müsse im KI-Wettlauf mit Google und Amazon massiv in Infrastruktur investieren. Das könne den freien Cashflow spürbar drücken, ohne dass die Monetarisierung kurzfristig im gleichen Tempo nachzieht.
Ein ähnliches Signal kam bereits Anfang Februar von Stifel. Auch dort ging es auf „Hold“ nach unten – verbunden mit einer deutlichen Kürzung des Kursziels auf 392 US-Dollar. Stifel rechnet damit, dass die Investitionen in Rechenzentren die Margen belasten und die Ausgaben bis 2027 Rekordwerte erreichen könnten.
Kurz gesagt: Die Diskussion dreht sich weniger um „ob KI kommt“, sondern um den Timing-Konflikt zwischen hohen Kosten heute und Erträgen morgen.
OpenAI liefert Gegenargumente
Während Investoren auf die Ausgabenseite schauen, kommen von Microsofts wichtigstem KI-Partner neue Wachstumsdaten, die dem Markt ein Gegengewicht liefern. Berichte von gestern und heute deuten darauf hin, dass OpenAI – an dem Microsoft laut Bericht rund 27% hält – wieder deutlich an Dynamik gewinnt.
Laut internen Nachrichten, auf die sich CNBC beruft, soll ChatGPT mit mehr als 10% pro Monat wachsen. Außerdem ist von rund 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern die Rede. Und: Die Nutzung von Codex, einem Programmier-Tool, sei innerhalb einer Woche um 50% gestiegen.
Was bedeutet das konkret für Microsoft? Diese Kennzahlen sprechen dafür, dass die Nachfrage nach KI-Anwendungen im Consumer- und Unternehmensumfeld kräftig steigt – also genau die Basis, die langfristig hohe Infrastrukturkosten rechtfertigen kann.
Morgan Stanley bleibt optimistisch – mit Abstrichen
Nicht alle an der Wall Street ziehen die Handbremse. Morgan Stanley hält an „Buy“ (Overweight) fest und nennt weiterhin ein Kursziel im Bereich von 650 US-Dollar. Die Bank sieht Microsoft als langfristigen Gewinner im Generative-AI-Markt.
Allerdings: Ende Januar strich Morgan Stanley den Titel von der „Top Pick“-Liste. Begründet wurde das mit dem kurzfristigen Gegenwind und einer gewissen Investorenermüdung rund um die hohen Investitionssummen.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Melius Research: Herabstufung auf „Hold“, Kursziel 430 USD (gestern)
- Stifel: „Hold“, Kursziel 392 USD (Anfang Februar)
- Morgan Stanley: bleibt bei „Buy“, Kursziel ~650 USD, aber kein „Top Pick“ mehr (seit Ende Januar)
- OpenAI laut Berichten: >10% monatliches Wachstum, ~800 Mio. wöchentliche Nutzer; Codex-Nutzung +50% in einer Woche
Beim Kurs zeigt sich der Druck vor allem im größeren Bild: Mit -13,42% seit Jahresanfang (aktueller Kurs: 415,70 USD) spiegelt die Aktie die laufende Debatte über Kosten, Cashflow und Margen wider.
Im Kalender dürfte damit vor allem eines zählen: ob Microsoft in den nächsten Quartalen belegen kann, dass steigende OpenAI-Nutzung und Azure-Ausbau nicht nur Wachstum versprechen, sondern die Profitabilität unter den hohen Investitionen stabil bleibt.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








