Microsoft rückt gleich mit zwei Personalien und einer KI-Initiative in den Fokus: Das Unternehmen fordert strengere Verifizierungsmaßnahmen für KI-generierte Inhalte und installiert mit Asha Sharma eine neue Xbox-Chefin, die ausgerechnet "KI-Schrott" den Kampf ansagen will – obwohl sie zuvor Microsofts KI-Abteilung leitete.

Kampf gegen Deepfakes und Fake News

Microsoft hat einen Vorschlag vorgelegt, der Social-Media- und KI-Unternehmen zu strengeren Verifizierungsmaßnahmen für KI-Content verpflichten soll. Das Unternehmen untersuchte dafür verschiedene Methoden zur KI-Detektion. Hintergrund sind die zunehmend verbreiteten KI-generierten Deepfakes und Fake News, die das Online-Leben durchdringen. Erst kürzlich teilten Mitarbeiter des Weißen Hauses manipulierte Inhalte, die als solche leicht erkennbar waren – ein Beleg für die wachsende Problematik.

Die Initiative zeigt Microsofts Bemühungen, sich als verantwortungsvoller KI-Akteur zu positionieren. In Zeiten, in denen der Software-Sektor unter massivem Druck steht und Anleger die Disruption durch agentenbasierte KI-Systeme fürchten, könnte diese proaktive Haltung zur Vertrauensbildung beitragen.

Überraschende Positionierung der neuen Xbox-Chefin

Asha Sharma wurde zur neuen CEO der Gaming-Sparte ernannt und folgt damit auf Phil Spencer, der knapp 40 Jahre lang die Position innehatte. Die Personalie überrascht in ihrer Tonalität: Sharma betont bereits jetzt, die Xbox in eine Zukunft ohne "KI-Schrott" führen zu wollen – eine bemerkenswerte Aussage, da sie selbst jahrelang Microsofts Abteilung für Künstliche Intelligenz geleitet hat.

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Die scheinbare Diskrepanz dürfte bewusst gewählt sein: Sharma positioniert sich gegen den ungezielten Einsatz von KI und signalisiert damit eine qualitätsorientierte Haltung. Für Microsoft ist dies ein zweischneidiges Schwert – einerseits unterstreicht es die kritische Haltung gegenüber minderwertigen KI-Anwendungen, andererseits muss das Unternehmen aufpassen, nicht die eigenen KI-Investitionen zu beschädigen.

Dateninfrastruktur-Partnerschaften laufen weiter

Parallel dazu setzt Microsoft seine Strategie im Cloud- und Infrastrukturgeschäft fort: CSX Corporation modernisiert seine Datenplattform in Zusammenarbeit mit Infosys und Microsoft. Der Eisenbahnkonzern migriert seine bestehende Dateninfrastruktur auf Microsofts Cloud-Plattform. Solche Projekte zeigen, dass das Kerngeschäft mit Cloud-Infrastruktur weiterhin läuft – unabhängig von den aktuellen KI-Diskussionen.

Laut einer JPMorgan-Analyse vom 10. Februar 2026 hat der Software-Sektor insgesamt rund 2.000 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Die Bank stuft dies als größten Kursrückgang im Software-Sektor außerhalb einer Rezession seit über 30 Jahren ein. Microsoft zählt laut JPMorgan jedoch zu den "KI-resilienten" Unternehmen, die von KI-getriebenen Effizienzgewinnen profitieren und durch hohe Wechselkosten sowie mehrjährige Verträge geschützt seien.

Am Dienstag erholten sich die US-Aktienmärkte leicht, nachdem alle drei Hauptindizes am Montag mehr als 1 Prozent verloren hatten. Microsoft und Meta Platforms legten im vorbörslichen Handel zu, nachdem beide Titel am Vortag deutliche Verluste hinnehmen mussten. Die Marktstimmung bleibt jedoch angespannt – zwischen Trumps globalen Zöllen und anhaltenden KI-Sorgen bleiben die Anleger vorsichtig.

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