AMD hat Heute einen der größten Chip-Deals seiner Unternehmensgeschichte bekannt gegeben: Meta sichert sich über die nächsten fünf Jahre KI-Prozessoren im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar. Die Aktie schoss vorbörslich um 14 Prozent nach oben – und das aus gutem Grund.

Der Deal beginnt in der zweiten Hälfte 2026 und umfasst insgesamt sechs Gigawatt an Rechenleistung. Den Auftakt macht ein Gigawatt der kommenden MI450-Flaggschiff-Chips, die speziell für KI-Inferenz optimiert wurden – also genau jenen Bereich, in dem Chatbots wie ChatGPT auf Nutzeranfragen antworten. Meta hatte aktiv an der Entwicklung dieser Prozessoren mitgewirkt.

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Warrants als besonderes Vertrauenssignal

Besonders bemerkenswert: AMD gewährt Meta Optionsscheine auf bis zu 160 Millionen Aktien – das entspricht einer potenziellen Beteiligung von zehn Prozent. Die Warrants haben einen symbolischen Ausübungspreis von nur einem Cent, werden aber gestaffelt freigeschaltet. Jede Tranche ist an Liefermeilensteine und steigende Kursziele bis 600 Dollar gekoppelt. AMD-Chefin Lisa Su formulierte es deutlich: "Meta setzt eine große Wette auf AMD."

Die Zahlen sprechen für sich: Pro Gigawatt Rechenleistung liegt der Deal-Wert laut Su im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich. Bei sechs Gigawatt Gesamtvolumen ergibt das eine beeindruckende Dimension. CFO Jean Hu erwartet erhebliches mehrjähriges Umsatzwachstum und einen positiven Effekt auf den Gewinn je Aktie.

Zweiter Mega-Deal nach OpenAI

Für AMD ist dies bereits der zweite große KI-Chip-Vertrag binnen kurzer Zeit. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine ähnliche Vereinbarung mit OpenAI geschlossen, die den Aktienkurs damals deutlich beflügelt hatte. Mit Meta kommt nun ein zweiter Schwergewicht-Kunde hinzu, der AMD im Wettrennen gegen Branchenprimus Nvidia Boden gutmachen lässt.

Hintergrund ist Meta-CEO Mark Zuckerbergs massive KI-Offensive. Für 2026 plant der Konzern Kapitalinvestitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar, hauptsächlich für den Ausbau von Rechenzentren. Allein 2025 hatte Meta rund 72 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur gesteckt.

Neben den GPU-Chips wird Meta auch AMD-Zentralprozessoren (CPUs) beziehen, darunter eine speziell angepasste Variante. Die "Verano"-CPUs der sechsten EPYC-Generation werden auf maximale Leistung bei minimalem Stromverbrauch getrimmt – ein entscheidender Faktor bei den gigantischen Rechenzentren. Die Lieferung umfasst gleich zwei CPU-Generationen.

Multi-Vendor-Strategie bleibt

Meta setzt dennoch weiter auf mehrere Lieferanten. Neben AMD hat der Konzern auch mit Nvidia einen Deal über Millionen KI-Chips geschlossen. Zudem laufen Gespräche mit Google über den Einsatz von Tensor-Prozessoren. Santosh Janardhan, Metas Infrastruktur-Chef, begründet dies mit der schieren Größe der geplanten Rechenzentren: "Die Dimension erfordert mehrere Chip-Anbieter und Ansätze."

Der Deal basiert auf AMDs Helios-Architektur, die gemeinsam mit Meta über das Open Compute Project entwickelt wurde. Die Technologie ermöglicht skalierbare KI-Infrastruktur auf Rack-Ebene und wurde beim OCP Global Summit 2025 erstmals vorgestellt.

Mit dem Schlusskurs vom Montag bei 196,60 Dollar hätten die AMD-Aktien noch deutlich Luft bis zum ersten Kursziel-Meilenstein der Warrants. Die 14-prozentige vorbörsliche Rally zeigt jedoch: Anleger werten den Meta-Deal als klares Signal, dass AMD im KI-Chip-Markt nicht nur mitspielen, sondern ernsthaft um Marktanteile kämpfen kann.

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