PayPal Aktie: Übernahmegerüchte beflügeln
Der Digital-Bezahldienst PayPal steht offenbar im Visier potenzieller Käufer. Nach einem turbulenten Februar mit CEO-Wechsel und enttäuschenden Quartalszahlen berichtet Bloomberg nun von unaufgeforderten Übernahmeinteressen – sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für einzelne Geschäftsbereiche. Die Aktie reagierte prompt und legte deutlich zu.
Bloomberg: Gespräche mit Banken laufen
Laut Bloomberg vom 23. Februar führt PayPal Gespräche mit Banken, nachdem mehrere Interessenten angeklopft haben. Mindestens ein großer Wettbewerber prüfe demnach die Übernahme des gesamten Konzerns, während andere Käufer nur an bestimmten Assets interessiert seien. Die Quelle betont allerdings: Die Sondierungen befinden sich in einem frühen Stadium und könnten ohne Ergebnis bleiben. PayPal selbst wollte sich nicht zu den Spekulationen äußern.
Die Reaktion des Marktes fiel eindeutig aus: Die Aktie schloss am Montag bei 44,05 US-Dollar – ein Plus von 5,76 Prozent. Das Handelsvolumen erreichte 75,3 Millionen Aktien, rund 258 Prozent über dem dreimonatigen Durchschnitt.
Schwieriger Start ins Jahr
Die Übernahmephantasie kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Anfang Februar hatte PayPal gleichzeitig CEO Alex Chriss abgelöst und schwache Quartalszahlen vorgelegt. Die Gewinnprognose für 2026 verfehlte die Erwartungen der Wall Street deutlich. Der Verwaltungsrat begründete den Führungswechsel damit, dass Tempo und Umsetzung unter Chriss nicht den Vorstellungen entsprochen hätten.
Ab 1. März übernimmt Enrique Lores – zuvor CEO von HP – die Führung. CFO Jamie Miller fungiert übergangsweise als Interims-Chefin. Die Aktie hatte am 3. Februar einen Tagesverlust von rund 20 Prozent erlitten und notiert damit etwa 85 Prozent unter ihrem Rekordhoch von Mitte 2021.
Analysten sehen strategischen Wert
Mizuho bekräftigte nach dem Bloomberg-Bericht sein „Outperform"-Rating und bezeichnete PayPal als „deutlich unterbewertet". Das Unternehmen sei eines von nur vier global anerkannten Zahlungsnetzwerken. Raymond James hält Technologie-Riesen für die wahrscheinlichsten Käufer, während Private Equity angesichts der Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden US-Dollar weniger plausibel erscheine.
Wolfe Research geht davon aus, dass ein Übernahmepreis „einige Bewertungsrunden höher" liegen könnte als die aktuelle Marktbewertung. Als mögliche Interessenten nennt die Analystin große E-Commerce-Plattformen, Händler-Acquirer mit Online-Ambitionen sowie Tech-Konzerne, die ihr Zahlungsgeschäft internalisieren wollen.
Bernstein sieht Private Equity als realistischsten Käufer für das Gesamtunternehmen. Für einzelne Assets wie Venmo oder Braintree kämen auch American Express oder J.P. Morgan infrage.
Wettbewerbsdruck durch Big Tech
Die Überlegungen potenzieller Käufer spiegeln zugleich die strategischen Herausforderungen wider: Apple, Google und andere Tech-Giganten dringen verstärkt ins Kerngeschäft von PayPal ein. Hinzu kommen makroökonomische Belastungen wie gedämpfte Konsumausgaben infolge hoher Zinsen und Lebenshaltungskosten.
Der neue CEO Lores bringt Erfahrung in Konzernumbauten mit – er hatte einst die Aufspaltung von HP und Hewlett Packard Enterprise orchestriert. Ob er PayPal als Einheit stabilisiert oder Geschäftsteile abspaltet, bleibt abzuwarten. Die nächsten Quartalszahlen werden für Ende April erwartet.
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