Fiserv steht vor einem wegweisenden Handelstag. Am Dienstag, 10. Februar, legt der Finanzdienstleister seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und die Nervosität an der Wall Street ist greifbar. Am Montag deutete eine ungewöhnliche Optionsaktivität auf wachsende Skepsis hin. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 60 Dollar.

Defensive Positionierung nimmt zu

Am Montag schnellte das Handelsvolumen bei Put-Optionen auf Fiserv deutlich in die Höhe. Mit 78.991 gehandelten Put-Kontrakten lag das Volumen etwa 237 Prozent über dem Tagesdurchschnitt. Institutionelle Anleger scheinen sich entweder gegen weitere Kursverluste abzusichern oder auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung zu setzen.

Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 12 Prozent an Wert verloren. Der Druck auf den Titel kommt nicht von ungefähr: Bereits im dritten Quartal 2025 verfehlte Fiserv die Umsatzerwartungen um etwa 7,9 Prozent. Hinzu kommt die schwache Entwicklung bei Branchenkollege PayPal, der Anfang Februar enttäuschende Quartalszahlen vorlegte und damit die gesamte Zahlungsbranche belastete.

Zentrale Daten im Überblick:

  • Ergebnis-Termin: Dienstag, 10. Februar 2026 (vor Handelsbeginn)
  • Aktueller Kurs: ~60,08 Dollar
  • Erwarteter Gewinn je Aktie: 1,90 Dollar
  • Erwarteter Umsatz: ~4,91 Milliarden Dollar
  • Put-Optionen (Montag): 78.991 Kontrakte (+237%)

Schwächelnde Konsumentendaten

Der Fiserv Small Business Index lieferte zuletzt wenig ermutigende Signale. Im Januar verzeichnete der Index einen Rückgang des Kundenverkehrs um 2,0 Prozent im Jahresvergleich. Dies deutet auf eine nachlassende Konsumfreude hin – ein ungünstiges Umfeld für ein Unternehmen, das von Transaktionsvolumen lebt.

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Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 1,90 Dollar bei Erlösen von etwa 4,91 Milliarden Dollar. Die Messlatte liegt hoch, nachdem die vergangenen Quartale bereits Zweifel an der Wachstumsdynamik geweckt hatten.

Insider kaufen – Analysten skeptisch

Während der Markt verunsichert ist, zeigen sich Unternehmensinsider zuversichtlich. CFO Paul M. Todd erwarb im Dezember 2025 insgesamt 17.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 62,41 Dollar. Direktor Adam L. Rosman kaufte 7.900 Papiere zu 63,19 Dollar. Beide Käufe liegen über dem aktuellen Kursniveau – ein Signal, dass das Management Aufwärtspotenzial sieht.

Doch nicht alle teilen diesen Optimismus. Northcoast Research stufte die Aktie am 2. Februar von "Buy" auf "Neutral" herab. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt allerdings bei 80,37 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Das impliziert, dass einige Beobachter den jüngsten Ausverkauf für übertrieben halten.

Entscheidung am Dienstag

Die Quartalszahlen am Dienstagmorgen werden zeigen, ob die defensiven Positionen gerechtfertigt sind oder ob Fiserv die skeptischen Erwartungen übertreffen kann. Bei einer Bestätigung der schwachen Branchentrends dürfte der Titel weiter unter Druck geraten. Überraschend starke Ergebnisse oder ein zuversichtlicher Ausblick könnten hingegen eine technische Gegenbewegung auslösen.

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