Microsoft Aktie: Cybercrime-Schlag und Klima-Milliardendeal
Microsoft bewegt sich aktuell gleich an zwei Fronten: Während Strafverfolger einen massiven Cyberkriminalitätsdienst zerschlagen, der unter anderem Microsoft-Kunden um Millionen betrog, sichert sich der Konzern mit einem Rekord-Deal im Klimaschutz eine zentrale Position im Markt für CO2-Zertifikate.
40 Millionen Dollar Schaden durch RedVDS
Am Dienstagnachmittag beschlagnahmten Ermittler in Deutschland die Server des Cyberkriminalitätsdienstes RedVDS – eine konzertierte Aktion deutscher, amerikanischer und britischer Behörden zusammen mit Microsoft. Die Plattform ermöglichte es Kriminellen, für 24 Dollar monatlich virtuelle Computer mit raubkopierter Windows-Software zu mieten, um Phishing-Attacken und Betrugsmaschen durchzuführen.
Die Zahlen sind beeindruckend: Allein in den USA entstand in den vergangenen sieben Monaten ein Schaden von 40 Millionen Dollar. Mehr als 2.600 verschiedene virtuelle RedVDS-Maschinen versendeten durchschnittlich eine Million Phishing-Nachrichten pro Tag – allein an Microsoft-Kunden. Das Arzneimittelunternehmen H2 Pharma aus Alabama verlor 7,3 Millionen Dollar, eine Wohnungseigentümergemeinschaft in Florida fast 500.000 Dollar.
"Das ist aber nur die Spitze eines Eisbergs", erklärte eine Microsoft-Sprecherin. Die Täter sitzen vermutlich in einem nicht näher genannten Nahost-Staat. Der Gesamtschaden wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.
2,85 Millionen Tonnen CO2-Zertifikate gesichert
Während Microsoft im Kampf gegen Cyberkriminalität aufräumt, positioniert sich der Konzern strategisch im Klimaschutz. Am 15. Januar 2026 gab Indigo Carbon PBC bekannt, dass Microsoft über zwölf Jahre hinweg CO2-Zertifikate über 2,85 Millionen Tonnen erwirbt – einer der größten Deals im Bereich Boden-Kohlenstoff überhaupt.
Die Vereinbarung folgt auf zwei kleinere Käufe: 40.000 Tonnen im Jahr 2024 und 60.000 Tonnen in 2025. Jetzt setzt Microsoft mit dem neuen Deal ein deutliches Zeichen. Ziel: bis 2030 CO2-negativ werden.
Indigo hat bereits knapp eine Million Tonnen CO2-Zertifikate ausgegeben und arbeitet mit Landwirten auf acht Millionen Hektar zusammen. Die Zertifikate stammen aus regenerativer Landwirtschaft und sind nach den Core Carbon Principles des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market (ICVCM) zertifiziert – ein wichtiges Qualitätsmerkmal in einem Markt, der oft wegen mangelnder Standards kritisiert wird.
Doppelstrategie zahlt sich aus
Microsoft verfolgt eine klare Doppelstrategie: Einerseits schützt der Konzern aktiv seine Kunden und das eigene Ökosystem vor Cyberkriminalität, andererseits sichert er sich frühzeitig hochwertige CO2-Zertifikate für seine Klimaziele. Beides stärkt die Reputation und minimiert Risiken – sowohl rechtliche als auch ökologische.
Phillip Goodman, Director of Carbon Removal bei Microsoft, lobt Indigos "messbare Ergebnisse durch verifizierte Zertifikate". Die 40-jährige Haltbarkeitsdauer der Zertifikate und zusätzliche Maßnahmen gegen Rückfallrisiken unterstreichen Microsofts Anspruch an Qualität.
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