Die Turbulenzen um den überraschenden Komplettausstieg von Ankeraktionärin Susanne Klatten sind noch frisch, da liefert der Hamburger Turbinenbauer bereits operative Gegenargumente. Ein neuer Großauftrag aus Skandinavien soll den Fokus der Anleger weg von der Aktionärsstruktur und zurück auf das Kerngeschäft lenken. Gelingt damit die schnelle Rückkehr zur Normalität?

  • Großauftrag: 189 Megawatt für Projektentwickler OX2 in Schweden.
  • Aktionärswechsel: Markt absorbiert SKion-Platzierung via Block-Trade.
  • Nächster Termin: Jahresfinanzbericht 2025 folgt am 25. Februar.

Strategischer Erfolg in Schweden

Mitten in die Diskussionen um die Eigentümerverhältnisse platzt eine positive Nachricht aus dem hohen Norden. Wie Nordex am Dienstag bekannt gab, bestellte der Projektentwickler OX2 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 189 Megawatt (MW). Die Turbinen sind für einen Windpark in Schweden vorgesehen.

Dieser Abschluss wiegt schwerer als reine Megawatt-Zahlen vermuten lassen. Er bestätigt das Vertrauen wichtiger Kunden in die Technologieplattform der Delta4000-Serie und festigt die Position der Hamburger in ihrem nordeuropäischen Kernmarkt. Operativ sendet das Unternehmen damit ein klares Signal der Stärke, während an der Börse zuletzt andere Themen dominierten.

Markt verdaut Klatten-Ausstieg

Die operative Erfolgsmeldung folgt auf eine Zäsur: Die Beteiligungsgesellschaft SKion der Milliardärin Susanne Klatten hat sich laut Berichten von ihren verbliebenen Anteilen getrennt. Rund 7 Millionen Aktien wurden Ende Januar über einen Block-Trade am Markt platziert. Ein solches Überangebot führt kurzfristig fast zwangsläufig zu Druck auf den Kurs.

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Aktuell notiert das Papier bei 33,04 Euro und verzeichnet heute ein leichtes Minus von 1,02 %. Betrachtet man jedoch die Performance seit Jahresanfang mit einem Plus von über 9 %, zeigt sich die Aktie erstaunlich robust. Der Abstand zum erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 34,92 Euro beträgt lediglich rund 5 %. Marktbeobachter werten die rasche Stabilisierung als Indiz dafür, dass das zusätzliche Aktienangebot gut aufgenommen wurde und der Wegfall des potenziellen Verkaufsdrucks ("Overhang") langfristig sogar befreiend wirken könnte.

Zahlenwerk entscheidet über Trend

Nach der Klärung der Eigentümerstruktur richtet sich der Blick nun auf die fundamentalen Fakten. Am 25. Februar 2026 legt Nordex den vollständigen Jahresfinanzbericht für 2025 vor. Nach der Veröffentlichung des "Smart Consensus" für das vierte Quartal liegt das Augenmerk der Investoren nun primär auf der Profitabilität.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Nordex die Margenziele bestätigen kann. Insbesondere die Entwicklung des EBITDA und des Free Cashflow müssen beweisen, dass der Turnaround nicht nur ein Versprechen, sondern nachhaltige Realität ist. Bis zu diesem Termin dürfte die Aktie vor allem davon profitieren, dass die Unsicherheit über den Verbleib des Klatten-Pakets nun der Vergangenheit angehört.

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