Micron hat die Massenproduktion seiner HBM4-Speichermodule offiziell gestartet — maßgeschneidert für Nvidias kommende „Vera Rubin"-GPU-Architektur. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Nach einem turbulenten Kursmonat stellen sich mehrere Großbanken demonstrativ hinter die Aktie.

Morgan Stanley und die Durability-Debatte

Morgan Stanley hat sein „Overweight"-Rating für Micron bekräftigt und ein Kursziel von 520 US-Dollar ausgegeben. Den jüngsten Kursrückgang — der teilweise durch Forschungsergebnisse zur KI-Modellkomprimierung ausgelöst wurde — werten die Analysten als gesunde Neubewertung von Nachhaltigkeitsrisiken, nicht als fundamentalen Nachfrageeinbruch. Speicher bleibe ein kritischer Engpassfaktor für KI-Infrastruktur. UBS und Needham zogen nach und aktualisierten ihre Kursziele auf 510 beziehungsweise 500 US-Dollar.

Die Aktie hat in den vergangenen sieben Handelstagen rund 15 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Gemessen am 52-Wochen-Tief vom April 2025 hat sich der Kurs allerdings mehr als vervierfacht.

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Rekordquartal und ausverkaufte HBM-Kapazitäten

Im zweiten Geschäftsquartal erzielte Micron einen Rekordumsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber waren vor allem die Preisaufschläge im HBM-Segment sowie Hochkapazitäts-SSDs für Serveranwendungen. Das Management betonte, dass die HBM-Kapazitäten bis 2027 vollständig ausgebucht sind — ein deutliches Signal für die anhaltende Angebots-Nachfrage-Lücke im Rechenzentrumsmarkt.

Der freie Cashflow erreichte im Quartal einen Rekordwert von 6,9 Milliarden US-Dollar. Auf dieser Basis erhöhte der Vorstand die Quartalsdividende um 30 Prozent auf 0,15 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 15. April.

Milliarden für neue Produktionskapazitäten

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat Micron seinen Investitionsausblick auf über 25 Milliarden US-Dollar angehoben. Das Geld fließt in den Bau von Reinraumflächen in Idaho und New York sowie in den Erwerb einer neuen Fabrik in Taiwan. Parallel läuft ein Rückkaufprogramm für mehrere Serien vorrangiger Anleihen, dessen Angebotsfrist am 31. März ausläuft — ein Schritt zur Optimierung der Bilanzstruktur.

Die nächste Produktionsausbaustufe soll ab den Geschäftsjahren 2027 und 2028 spürbar zur globalen Versorgung beitragen. Bis dahin bleibt HBM knapp — und Micron in einer strukturell starken Verhandlungsposition gegenüber seinen Abnehmern.

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