Der Speicherchip-Gigant Micron drückt beim weltweiten Kapazitätsausbau aufs Tempo. Um den rasant steigenden Hunger nach KI-Hardware zu stillen, hat das Unternehmen am Donnerstag in Taiwan ein neues Werk eröffnet. Parallel dazu winkt den Aktionären eine höhere Dividende, während das Management massive Investitionen für die kommenden Jahre ankündigt.

Fokus auf Hochleistungsspeicher

Die neue Produktionsstätte im Landkreis Miaoli ging in Rekordzeit vom Vorvertrag bis zur Eröffnung über. Für 1,8 Milliarden US-Dollar in bar übernahm Micron den Standort von Powerchip Semiconductor (PSMC). Das Werk dient als strategische Erweiterung des nahegelegenen Mega-Campus in Taichung und konzentriert sich auf die Herstellung von fortschrittlichen Speicherchips. Besonders die sogenannten High-Bandwidth Memory (HBM) Produkte stehen im Mittelpunkt, da diese für KI-Server und Rechenzentren unerlässlich sind. Im Zuge dieser Expansion wird die Belegschaft in Taiwan bis Ende 2026 auf 15.000 Mitarbeiter anwachsen.

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Ein Markt im Engpass

Der aggressive Ausbau hat einen klaren Grund: Der Markt für Speicherchips ist stark angespannt. Das Management erklärte kürzlich, dass man die Nachfrage einiger Schlüsselkunden mittelfristig nur zu 50 bis 66 Prozent bedienen könne. Konkurrent SK Hynix schätzt sogar, dass das Angebot der Nachfrage branchenweit um 20 Prozent hinterherhinkt und dieser Engpass trotz neuer Kapazitäten bis 2030 anhalten dürfte. Um in diesem Umfeld Lieferfähigkeit und Marktanteile zu sichern, plant Micron für das Geschäftsjahr 2026 Kapitalausgaben von über 25 Milliarden US-Dollar.

Dividende steigt trotz hoher Kosten

Neben dem Ausbau der Infrastruktur treibt das Unternehmen auch die technologische Entwicklung voran. Die Massenproduktion der neuen HBM4-Generation für Nvidias kommende Vera-Rubin-Architektur ist bereits im ersten Geschäftsquartal angelaufen. Aktionäre profitieren von dieser operativen Stärke direkt: Die Quartalsdividende wird von 0,12 auf 0,15 US-Dollar je Aktie angehoben. An der Börse reagierten Anleger am Donnerstag dennoch verhalten. Die Aktie verzeichnete einen Tagesverlust von 4,24 Prozent, notiert angesichts eines massiven Wertzuwachses von über 268 Prozent auf Jahressicht aber weiterhin auf einem extrem hohen Niveau.

Die Umrüstung der bestehenden Reinräume in Miaoli läuft bereits. Nennenswerte Produktauslieferungen aus dem neuen Werk erwartet Micron ab dem Geschäftsjahr 2028. Bis Ende 2026 soll zudem der Bau einer zweiten, ähnlich großen Anlage auf dem Gelände beginnen, um die langfristige Position im KI-Sektor abzusichern.

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