Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt meldet für 2025 zwar volle Auftragsbücher, verzeichnet aber gleichzeitig einen spürbaren Rückgang beim Nettogewinn. Diese gemischte Bilanz spaltet nun die Expertenwelt extrem. Während eine US-Großbank erhebliches Aufwärtspotenzial sieht, warnen andere Beobachter vor anhaltendem Abwärtsdruck.

Gewinnschwund trotz Auftragsflut

Ein Blick auf den frisch vorgelegten Jahresbericht zeigt ein zwiespältiges Bild. Einerseits kletterte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp zehn Prozent auf 2,455 Milliarden Euro. Diese Entwicklung wird durch einen massiven Auftragsbestand von 8,83 Milliarden Euro gestützt, der mehr als drei Jahresumsätze abdeckt. Andererseits schrumpfte der Nettogewinn von 106 auf 86 Millionen Euro. Das Management demonstriert dennoch Zuversicht bezüglich der künftigen Cashflow-Entwicklung und schlägt eine um fünf Cent erhöhte Dividende von 0,55 Euro je Anteilsschein vor.

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Wie der Markt die Profitabilität künftig bewerten soll, darüber herrscht unter Analysten tiefe Uneinigkeit. Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschwindigkeit, mit der das Orderbuch in profitables Wachstum umgemünzt werden kann, spiegeln sich in weit auseinanderliegenden Einschätzungen wider:

  • Bank of America: Hochstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 88,50 Euro.
  • mwb research: Bestätigung der „Sell“-Einstufung mit einem Kursziel von 57,00 Euro.

Sektorschwäche drückt den Kurs

An der Börse überwogen in der vergangenen Handelswoche eindeutig die Skeptiker. Mit einem Schlusskurs von 66,30 Euro am Freitag verbuchte das Papier auf Wochensicht ein Minus von 11,95 Prozent. Damit notiert der Titel nun deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 86,77 Euro. Dieser Abwärtstrend resultiert allerdings nicht ausschließlich aus den Unternehmenszahlen. Der gesamte europäische Verteidigungssektor leidet aktuell unter einer allgemeinen Risikoaversion der Anleger. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und aufkommende Rezessionssorgen überschatten derzeit die strukturellen Wachstumsperspektiven der Rüstungsbranche.

Operativ richtet Hensoldt den Fokus bereits auf weiteres Wachstum. Für 2026 peilt der Konzern einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro sowie eine leicht verbesserte operative EBITDA-Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent an. Zusätzlichen Rückenwind liefert ein neuer Auftrag der Bundeswehr zur technologischen Aufrüstung des Drohnenabwehrsystems ASUL.

Die operative Umsetzung dieser Margenziele rückt nun in den Mittelpunkt. Am 6. Mai 2026 liefert Hensoldt mit den Zahlen für das erste Quartal die nächsten harten Fakten. Diese Datenpunkte werden den Ausschlag geben, welches der beiden extremen Analystenszenarien sich am Markt mittelfristig durchsetzt.

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