Micron hat diese Woche die Massenproduktion seiner nächsten HBM4-Generation aufgenommen — maßgeschneidert für Nvidias „Vera Rubin"-KI-Plattform. Ein bedeutender Schritt. Und doch steht die Aktie nach einem Wochenverlust von rund 15% deutlich unter Druck.

Rekordergebnisse, trotzdem Kursrutsch

Die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2026 waren beeindruckend: Micron erzielte einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196% gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 12,20 Dollar und übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich. Zusätzlich erhöhte das Management die Quartalsdividende um 30% auf 0,15 Dollar je Aktie.

Trotzdem gab die Aktie nach den Zahlen nach. Auslöser war eine Rotation in GPU-lastige Halbleitertitel sowie wachsende Sorgen um sogenannte Modellkomprimierungstechnologien. Googles intern entwickelter Algorithmus „TurboQuant" soll KI-Modelle so komprimieren, dass der Speicherbedarf um bis zu das Sechsfache sinkt — ohne Qualitätsverlust. Sollte sich das in der Praxis bewahrheiten, könnte die strukturelle Nachfrage nach DRAM und HBM langfristig schwächer ausfallen als bislang angenommen.

Milliarden-Investitionen mit verzögerter Wirkung

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Micron reagiert auf den KI-Boom mit massiven Investitionen: Das Capex-Budget für das Fiskaljahr 2026 wurde auf über 25 Milliarden Dollar angehoben, nach zuvor geplanten 20 Milliarden. Das Geld fließt in eine Chipfabrik in Taiwan sowie in den Ausbau bestehender Werke in Idaho und New York.

Das Management betonte, dass das Angebot an KI-Speicher bis Ende 2026 extrem knapp bleiben wird. Die neue Kapazität aus den laufenden Bauprojekten wird jedoch erst ab dem Fiskaljahr 2028 nennenswert zur globalen Versorgung beitragen. Bis dahin stützt sich der Markt auf die bestehende Produktionseffizienz — und auf HBM4, das laut Micron Datentransferraten von über 2,8 TB/s bei 20% besserem Energieverbrauch gegenüber der Vorgängergeneration liefern soll.

Ob die aktuellen Margen, die sich der 80%-Marke nähern, einen zyklischen Höchststand markieren, ist die eigentliche Frage, die Analysten derzeit beschäftigt. Micron liefert die Produktionserfolge — die Antwort darauf gibt erst das Marktumfeld der kommenden Quartale.

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