Micron Technology tritt aufs Gaspedal. Der Speicherchip-Hersteller investiert massiv in neue Produktionskapazitäten – getrieben von der explodierenden Nachfrage nach Speicherlösungen für künstliche Intelligenz. Allein in Singapur fließen 24 Milliarden Dollar in ein neues Werk, dazu kommt eine Übernahme in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar. Die Botschaft ist klar: Micron rüstet sich für ein langfristiges Superzyklus-Szenario.

Singapur: Das größte Investment

Am 26. Januar 2026 erfolgte der Spatenstich für eine hochmoderne Produktionsanlage in Singapur. Über zehn Jahre verteilt will Micron dort rund 24 Milliarden US-Dollar investieren. Die Fabrik wird 65.000 Quadratmeter Reinraum-Fläche bieten und als erstes zweistöckiges Wafer-Werk des Landes entstehen.

Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2028 anlaufen. Micron plant, etwa 1.600 neue Arbeitsplätze zu schaffen – zusätzlich zu 1.400 Stellen in der bereits angekündigten Verpackungsanlage für High-Bandwidth-Memory (HBM) am selben Standort.

Taiwan-Übernahme erweitert DRAM-Kapazität

Bereits Mitte Januar hatte Micron eine Absichtserklärung zum Kauf der P5-Fabrik von Powerchip Semiconductor in Tongluo unterzeichnet. Der Kaufpreis: 1,8 Milliarden Dollar in bar. Die Anlage verfügt über 28.000 Quadratmeter bestehende Reinraum-Fläche.

Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Kalenderquartal 2026 erwartet. Relevante DRAM-Produktion soll dort ab der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen.

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Rekordergebnis als Fundament

Die Investitionsoffensive folgt auf ein starkes erstes Geschäftsquartal 2026. Micron meldete im Dezember 2025:

  • Umsatz: 13,64 Milliarden Dollar (+57% im Jahresvergleich)
  • Nettogewinn: 5,48 Milliarden Dollar (bereinigt)
  • Gewinn je Aktie: 4,78 Dollar (bereinigt)
  • Operativer Cashflow: 8,41 Milliarden Dollar

Besonders die Cloud-Sparte glänzte mit Rekorderlösen von 5,28 Milliarden Dollar – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Für das laufende zweite Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar an, bei einer bereinigten Bruttomarge von 68 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll auf 8,42 Dollar steigen.

Langfristiger Kapazitätsaufbau

Micron rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit Investitionen von etwa 20 Milliarden Dollar, schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte. Das Management begründet die hohen Ausgaben mit angespannten Angebots- und Nachfrageverhältnissen, die über das Kalenderjahr 2026 hinaus anhalten dürften.

Die gesamte HBM-Produktion für 2026 ist bereits vertraglich gebunden – inklusive des fortschrittlichen HBM4-Produkts. Micron sieht sich als Technologieführer in diesem Segment positioniert, das für KI-Rechenzentren und Hochleistungs-Computing entscheidend ist.

Die Kapazitätserweiterungen sind zeitlich so getaktet, dass die neuen Werke ab 2027/2028 signifikante Volumen liefern – genau dann, wenn Micron mit weiter steigender Nachfrage rechnet.

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