Deutz Aktie: Umbau läuft
Deutz stellt sich zum Jahresstart organisatorisch neu auf – und setzt parallel einen klaren Akzent auf das Energiegeschäft. Seit Heute arbeitet der Konzern mit fünf eigenständigen Geschäftsbereichen, die mehr Tempo und Fokus in sehr unterschiedliche Märkte bringen sollen. Dazu kommt eine Übernahme, die das Notstromgeschäft in kritischer Infrastruktur stärken soll.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Neue Struktur seit dem 1. Januar: fünf Geschäftsbereiche statt zentraler Steuerung
- COO-Posten entfällt, operative Verantwortung wandert in die Sparten
- Übernahme von Frerk Aggregatebau vereinbart, Closing im ersten Quartal erwartet
- DWS erhöht Anteil über 3%-Schwelle auf 3,38%
Neue Struktur: Fünf Sparten, klare Zuständigkeiten
Deutz gliedert das Geschäft seit dem 1. Januar in die Bereiche Defense, Energy, Engines, NewTech und Service. Die Leitung übernehmen Marco Herre (Defense), David Evans (Energy), Markus Villinger (Engines), Bert van Hasselt (NewTech) und Andreas Schmidt (Service).
Zusätzlich erweitert Deutz die Führungsebene: Ein internationales Executive Team soll den Vorstand unterstützen. Neben den Vorstandsmitgliedern gehören die fünf Spartenleiter sowie Katharina Krüger (Strategie, Transformation und Personal) dazu.
Ein zentraler Einschnitt der Reorganisation: COO Dr. Petra Mayer ist zum 31. Dezember 2025 aus dem Vorstand ausgeschieden. Die operative Verantwortung liegt damit nun direkt in den Geschäftsbereichen – ein Modell, das auf schnellere Entscheidungen in den einzelnen Feldern zielt.
Energiegeschäft im Fokus: Frerk-Übernahme und Rechenzentren
Im Dezember 2025 hat Deutz einen Vertrag zur Übernahme von 100% der Anteile an der Frerk Aggregatebau GmbH unterzeichnet. Frerk ist auf Notstromsysteme spezialisiert und beliefert nach Unternehmensangaben vor allem kritische Infrastruktur wie Rechenzentren. Der Kaufpreis liegt im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung. Deutz rechnet durch die Akquisition mit zusätzlichem profitablem Umsatz von rund 100 Millionen Euro.
Warum spielt ausgerechnet dieses Segment eine so große Rolle? Deutz verweist auf ein starkes Wachstum im Markt für Notstromsysteme in Rechenzentren: Laut Unternehmensangaben liegt das jährliche Wachstum derzeit bei 15 bis 20 Prozent, getrieben durch steigende Nachfrage nach KI-Anwendungen und digitaler Infrastruktur. Bis 2030 peilt Deutz im Energiegeschäft einen Umsatz von etwa 500 Millionen Euro an.
Aktionärsstruktur und nächste Termine
Bei den Stimmrechten gab es ebenfalls eine Veränderung: Laut Mitteilung nach WpHG hat die DWS Investment GmbH am 16. Januar die 3%-Schwelle überschritten und hält nun 3,38% der Stimmrechte (zuvor 2,87%). Das entspricht 5.164.277 Aktien bei insgesamt 152.638.105 Stimmrechten.
Konkrete nächste Fixpunkte im Kalender:
- 26. März: Geschäftsbericht 2025 / Bilanzpressekonferenz
- 7. Mai: Quartalsmitteilung Q1 2026
- 13. Mai: Hauptversammlung
Deutz AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutz AG-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Deutz AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutz AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutz AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








