Circus liefert im Januar gleich mehrere Nachrichten, die nach „mehr Sichtbarkeit“ klingen: ein Auftrag der Bundeswehr, ein US-ADR-Programm und ein Leasing-Partner für die Finanzierung. Trotzdem bleibt die Aktie klar unter Druck – und notiert nur knapp über dem frischen 52‑Wochen‑Tief. Was bedeutet diese Mischung aus operativen Fortschritten und schwachem Kursbild konkret?

Die Fakten im Überblick

  • Bundeswehr-Auftrag: Einführung des CA-1 KI-Roboters zur autonomen Versorgung (Start der Integration an einem deutschen Militärstandort am 20. Januar 2026)
  • US-ADR-Programm: Gesponsertes Level‑I‑ADR in den USA, Handel OTC unter CCUSY (Start 6. Januar 2026, 1 ADR = 1 Aktie, Depotbank BNY Mellon)
  • Finanzierungspartnerschaft: Kooperation mit MMV Leasing (LBBW-Tochter) für flexible Leasing-Modelle; erste Vereinbarungen im Q1 2026 erwartet
  • Kapitalerhöhung: 2.418.820 neue Aktien, rund 30 Mio. € Bruttoerlös (Dezember 2025) zur Beschleunigung von Großserie und Auslieferung des CA‑1
  • Nächster Termin: Earnings am 25. Februar 2026

Bundeswehr-Auftrag: Reale Anwendung statt Konzept

Der Auftrag der Bundeswehr zielt auf die autonome Versorgung mit dem CA‑1 System ab – inklusive Betrieb „rund um die Uhr“, unabhängig von Dienst- und Rückkehrzeiten. Entscheidend ist dabei weniger die Schlagzeile als die Umsetzung: Die Integration startet an einem Standort in Deutschland, also in einem konkreten Umfeld mit klaren Anforderungen.

Der Auftrag reiht sich zudem in bereits bestehende Aktivitäten im Verteidigungsbereich ein. Im November 2025 hatte die Circus Defence Division eine Rahmenvereinbarung mit dem ukrainischen Regierungsprogramm BRAVE1 gemeldet.

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US-ADR und Leasing: Mehr Zugang, weniger Hürden

Mit dem gesponserten Level‑I‑ADR öffnet Circus den Zugang für US-Investoren, ohne die Hauptnotierung zu verlagern: XETRA bleibt der zentrale Handelsplatz, in den USA läuft der Handel OTC unter CCUSY. Das ist vor allem ein Schritt Richtung Erreichbarkeit am Kapitalmarkt.

Auf der Kundenseite soll die neue Partnerschaft mit MMV Leasing den Vertrieb erleichtern: Statt einer direkten Anschaffung können Unternehmenskunden die Systeme über Leasing-Modelle beziehen. Laut Unternehmen werden erste Leasing- und Finanzierungsvereinbarungen bereits im ersten Quartal 2026 erwartet.

Aktie bleibt schwach: Kurs nahe Jahrestief

Am Markt kommt das Paket aus Meldungen bislang nicht als Trendwende an. Am Freitag schloss die Aktie bei 9,06 € (Tagesminus -3,21%) und liegt auf 30‑Tage‑Sicht bei -24,18%. Auffällig: Das 52‑Wochen‑Tief wurde erst am 27. Januar 2026 bei 8,88 € markiert – der Schlusskurs liegt damit nur rund 2% darüber. Auch der Abstand zum 50‑Tage‑Durchschnitt (11,81 €) unterstreicht den kurzfristig abwärts gerichteten Trend.

Unterm Strich stehen operativ mehrere „Bausteine“ bereit – doch ob daraus schnell messbare Dynamik entsteht, dürfte sich als nächstes an harten Fortschrittsmarken zeigen: erste Leasingabschlüsse im Q1 2026 und der Earnings-Termin am 25. Februar 2026.

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