Micron Aktie: Milliarden-Deal in Taiwan
Micron Technology hat am 17. Januar 2026 eine Absichtserklärung zum Kauf einer kompletten Chipfabrik in Taiwan unterzeichnet. Für 1,8 Milliarden US-Dollar übernimmt der US-Speicherchip-Gigant das P5-Werk von Powerchip Semiconductor Manufacturing Corporation (PSMC). Der Grund für den Deal: Die Nachfrage nach Speicherchips übersteigt das Angebot – und ein Ende ist nicht in Sicht.
Produktionskapazität wird massiv ausgebaut
Die erworbene Anlage in Tongluo, Miaoli County, umfasst einen 300mm-Reinraum von rund 28.000 Quadratmetern, ausgelegt für die Massenproduktion von DRAM-Chips. Die räumliche Nähe zu Microns bestehenden Produktionsstätten in Taichung soll operative Synergien ermöglichen.
„Diese strategische Übernahme ergänzt unsere derzeitigen Aktivitäten in Taiwan und wird es Micron ermöglichen, die Produktion zu steigern und unsere Kunden in einem Markt besser zu bedienen, in dem die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteigt", erklärte Manish Bhatia, Executive Vice President für globale Operationen bei Micron.
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Nach der Übernahme will Micron die Anlage schrittweise ausrüsten und hochfahren. Eine nennenswerte DRAM-Produktion ist ab der zweiten Jahreshälfte 2027 geplant.
Analysten sehen KI-getriebenen Superzyklus
Am 22. Januar 2026 startete William Blair mit einer "Outperform"-Bewertung für Micron. Analyst Sebastien Naji verweist auf einen "Memory-Superzyklus", angetrieben durch die explodierende KI-Nachfrage. Seine Prognose: Der Umsatz mit High Bandwidth Memory (HBM) könnte 2026 um 164 Prozent und 2027 um weitere 40 Prozent wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll sich in den nächsten zwei Jahren mehr als verdreifachen.
Naji erwartet, dass die angespannte Angebotslage bis mindestens 2027 anhält – und Micron damit erheblichen Preisspielraum verschafft. Beim aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 9,7 (basierend auf seiner 2026er-Schätzung) liege die Aktie unter ihrem historischen Durchschnitt von 11.
Rekordquartal liefert Rückenwind
Der Taiwan-Deal folgt auf Microns Rekordergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026, veröffentlicht am 17. Dezember 2025:
- Umsatz: 13,6 Milliarden Dollar (+57% zum Vorjahr), über der Konsenserwartung von 13,0 Milliarden
- Bereinigtes EPS: 4,78 Dollar (+167%)
- Bruttomarge: 56,8 Prozent, nach 39,5 Prozent im Vorjahr
- Operative Marge: 47 Prozent, eine Verbesserung um 19,5 Prozentpunkte
Der Cloud-Memory-Bereich verdoppelte seinen Umsatz auf 5,3 Milliarden Dollar, während Mobile- und Client-Geschäft um 63 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar zulegen konnten.
Für das laufende zweite Quartal stellt Micron Erlöse von 18,7 Milliarden Dollar in Aussicht – ein sequenzielles Wachstum von 37 Prozent und deutlich über der Wall-Street-Erwartung von 17,75 Milliarden. Die Bruttomarge soll auf 68 Prozent steigen.
Parallele Expansion in den USA
Die Taiwan-Übernahme ist Teil einer umfassenderen Wachstumsstrategie. Bereits am 16. Januar 2026 erfolgte der offizielle Spatenstich für Microns Megafabrik in Onondaga County, New York – die größte private Investition in der Geschichte des Bundesstaates und künftig die größte Halbleiterfabrik der USA mit bis zu vier Produktionslinien.
Die HBM-Kapazitäten von Micron sind für das gesamte Jahr 2026 ausgebucht. Der HBM-Markt soll bis 2028 jährlich um 40 Prozent wachsen, wobei Microns adressierbarer Gesamtmarkt potenziell 100 Milliarden Dollar erreichen könnte – zwei Jahre früher als ursprünglich erwartet. 41 Analysten vergeben im Konsens ein "Strong Buy"-Rating.
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